Tagesgeld 2024: Beste Zinsen bei Chase, Norisbank & Co. (05.06.2026)
Wo gibt's gerade die besten Zinsen fürs Tagesgeld? Chase und Norisbank führen mit 4 Prozent, während die DKB auf nur 1 Prozent abgesackt ist – der Markt ist gespalten.
In dieser Folge
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Tagesgeld-Vergleich: Chase und Norisbank führen mit 4,0 Prozent Zinsen
FocusIm deutschen Tagesgeldmarkt bieten derzeit zwei Banken Spitzenzinsen von 4,0 Prozent per annum: Chase, die deutsche Tochter von J.P. Morgan Chase, gewährt diesen Satz für vier Monate auf Einlagen bis zu einer Million Euro, während die Norisbank denselben Zinssatz ab dem 1. Juli 2026 für sechs Monate anbietet, allerdings nur für Neukunden mit gleichzeitiger Girokontoeröffnung. Insgesamt locken rund 20 Banken auf dem deutschen Markt mit Tagesgeldzinsen von 3,0 Prozent oder mehr, darunter die Renault Bank direkt mit 3,5 Prozent und die Advanzia Bank mit 3,45 Prozent, wobei die meisten Angebote zeitlich befristet und an Neukundenstatus geknüpft sind. Der EZB-Leitzins liegt aktuell bei 2,0 Prozent, während die Inflation in Deutschland im April 2026 mit 2,9 Prozent über dem Zielwert lag, was das anhaltend attraktive Zinsniveau für Sparer begünstigt.
Original - 02
Trade Republic Verrechnungskonto: Warum Finanztip trotz 2 Prozent Zinsen keine Tagesgeld-Empfehlung ausspricht
FinanztippTrade Republic zahlt seinen Kunden aktuell 2 Prozent Zinsen pro Jahr auf Guthaben im Verrechnungskonto, das viele als Tagesgeldersatz nutzen. Finanztip rät jedoch davon ab, da ein Teil des Geldes bei der französischen Partnerbank HSBC liegt, deren Einlagensicherung nicht den strengen Stabilitätskriterien des Verbraucherportals entspricht, und ein weiterer Teil in einen Geldmarktfonds fließen kann, der im Krisenfall zu Verlusten führen könnte. Als reines Verrechnungskonto für Wertpapiergeschäfte bleibt Trade Republic hingegen eine empfehlenswerte Option, während für die sichere Geldanlage klassische Tagesgeldkonten mit vergleichbaren oder besseren Zinsen vorzuziehen sind.
Original - 03
Tagesgeld bei Sparkassen: Regionale Unterschiede, aber meist niedrige Zinsen
FinanztippDie rund 370 Sparkassen der Sparkassen-Finanzgruppe bieten Tagesgeldkonten mit sehr unterschiedlichen, häufig niedrigen Zinssätzen an, da jedes Institut eigenständig über seine Konditionen entscheidet. Viele Sparkassen setzen zudem voraus, dass Kunden gleichzeitig ein Girokonto bei ihnen führen, und einige verzinsen Tagesgeldeinlagen gar nicht. Im bundesweiten Vergleich können die Sparkassen mit den Spitzenangeboten der Direktbanken in der Regel nicht mithalten, weshalb ein überregionaler Tagesgeldvergleich für Sparer empfehlenswert ist.
Original - 04
DKB Tagesgeld: Zinssatz auf 1 Prozent gesunken – weit unter dem Marktniveau
FinanztippDie Deutsche Kreditbank (DKB) hat den Zinssatz für ihr Tagesgeldkonto seit Anfang 2025 auf lediglich 1 Prozent pro Jahr gesenkt, nachdem er zwischenzeitlich von August 2023 bis Januar 2024 noch attraktive 3,5 Prozent betragen hatte. Damit liegt die DKB deutlich unter den aktuellen Bestzinsen am Markt und wird von Finanztip nicht als Tagesgeldempfehlung geführt, da die Kontoführung an Bedingungen geknüpft ist. Wer bereits ein DKB-Girokonto besitzt und den monatlichen Mindestgeldeingang von 700 Euro erfüllt, kann das Tagesgeldkonto nutzen, sollte jedoch über einen Tagesgeldvergleich renditestärkere Alternativen in Betracht ziehen.
Original - 05
Ayvens Bank: Tagesgeld aus den Niederlanden mit attraktiven Zinsen
FinanztippDie niederländische Ayvens Bank ist seit September 2015 auf dem deutschen Markt aktiv und gehört zur Leaseplan Corporation, einer der weltweit größten Leasing- und Fuhrparkmanagement-Gesellschaften. Sie bietet Tagesgeld mit wettbewerbsfähigen Zinsen an, wobei Kunden maximal 500.000 Euro anlegen können und Einlagen bis zu 100.000 Euro über die niederländische Einlagensicherung geschützt sind. Da die Bank keine Zweigstelle in Deutschland unterhält, müssen Kunden ihre Zinserträge selbst in der Einkommensteuererklärung als ausländische Kapitalerträge angeben.
Original - 06
Consorsbank Tagesgeld: 3,4 Prozent Aktionszins für Neukunden
FinanztippDie Consorsbank bietet Neukunden für die ersten fünf Monate nach Kontoeröffnung einen Aktionszins von 3,4 Prozent pro Jahr auf ihr Tagesgeld. Das Tagesgeldkonto kann jedoch nur in Kombination mit einem Wertpapierdepot eröffnet werden, während Bestandskunden lediglich 0,8 Prozent pro Jahr erhalten. Als deutsche Niederlassung der französischen BNP Paribas unterliegen Einlagen der gesetzlichen Einlagensicherung Frankreichs bis 100.000 Euro sowie zusätzlich dem freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken bis fünf Millionen Euro.
Original
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Tagesgeld-Vergleich: Chase und Norisbank führen mit 4,0 Prozent Zinsen
FocusIm deutschen Tagesgeldmarkt bieten derzeit zwei Banken Spitzenzinsen von 4,0 Prozent per annum: Chase, die deutsche Tochter von J.P. Morgan Chase, gewährt diesen Satz für vier Monate auf Einlagen bis zu einer Million Euro, während die Norisbank denselben Zinssatz ab dem 1. Juli 2026 für sechs Monate anbietet, allerdings nur für Neukunden mit gleichzeitiger Girokontoeröffnung. Insgesamt locken rund 20 Banken auf dem deutschen Markt mit Tagesgeldzinsen von 3,0 Prozent oder mehr, darunter die Renault Bank direkt mit 3,5 Prozent und die Advanzia Bank mit 3,45 Prozent, wobei die meisten Angebote zeitlich befristet und an Neukundenstatus geknüpft sind. Der EZB-Leitzins liegt aktuell bei 2,0 Prozent, während die Inflation in Deutschland im April 2026 mit 2,9 Prozent über dem Zielwert lag, was das anhaltend attraktive Zinsniveau für Sparer begünstigt.
Original - 02
Trade Republic Verrechnungskonto: Warum Finanztip trotz 2 Prozent Zinsen keine Tagesgeld-Empfehlung ausspricht
FinanztippTrade Republic zahlt seinen Kunden aktuell 2 Prozent Zinsen pro Jahr auf Guthaben im Verrechnungskonto, das viele als Tagesgeldersatz nutzen. Finanztip rät jedoch davon ab, da ein Teil des Geldes bei der französischen Partnerbank HSBC liegt, deren Einlagensicherung nicht den strengen Stabilitätskriterien des Verbraucherportals entspricht, und ein weiterer Teil in einen Geldmarktfonds fließen kann, der im Krisenfall zu Verlusten führen könnte. Als reines Verrechnungskonto für Wertpapiergeschäfte bleibt Trade Republic hingegen eine empfehlenswerte Option, während für die sichere Geldanlage klassische Tagesgeldkonten mit vergleichbaren oder besseren Zinsen vorzuziehen sind.
Original - 03
Tagesgeld bei Sparkassen: Regionale Unterschiede, aber meist niedrige Zinsen
FinanztippDie rund 370 Sparkassen der Sparkassen-Finanzgruppe bieten Tagesgeldkonten mit sehr unterschiedlichen, häufig niedrigen Zinssätzen an, da jedes Institut eigenständig über seine Konditionen entscheidet. Viele Sparkassen setzen zudem voraus, dass Kunden gleichzeitig ein Girokonto bei ihnen führen, und einige verzinsen Tagesgeldeinlagen gar nicht. Im bundesweiten Vergleich können die Sparkassen mit den Spitzenangeboten der Direktbanken in der Regel nicht mithalten, weshalb ein überregionaler Tagesgeldvergleich für Sparer empfehlenswert ist.
Original - 04
DKB Tagesgeld: Zinssatz auf 1 Prozent gesunken – weit unter dem Marktniveau
FinanztippDie Deutsche Kreditbank (DKB) hat den Zinssatz für ihr Tagesgeldkonto seit Anfang 2025 auf lediglich 1 Prozent pro Jahr gesenkt, nachdem er zwischenzeitlich von August 2023 bis Januar 2024 noch attraktive 3,5 Prozent betragen hatte. Damit liegt die DKB deutlich unter den aktuellen Bestzinsen am Markt und wird von Finanztip nicht als Tagesgeldempfehlung geführt, da die Kontoführung an Bedingungen geknüpft ist. Wer bereits ein DKB-Girokonto besitzt und den monatlichen Mindestgeldeingang von 700 Euro erfüllt, kann das Tagesgeldkonto nutzen, sollte jedoch über einen Tagesgeldvergleich renditestärkere Alternativen in Betracht ziehen.
Original - 05
Ayvens Bank: Tagesgeld aus den Niederlanden mit attraktiven Zinsen
FinanztippDie niederländische Ayvens Bank ist seit September 2015 auf dem deutschen Markt aktiv und gehört zur Leaseplan Corporation, einer der weltweit größten Leasing- und Fuhrparkmanagement-Gesellschaften. Sie bietet Tagesgeld mit wettbewerbsfähigen Zinsen an, wobei Kunden maximal 500.000 Euro anlegen können und Einlagen bis zu 100.000 Euro über die niederländische Einlagensicherung geschützt sind. Da die Bank keine Zweigstelle in Deutschland unterhält, müssen Kunden ihre Zinserträge selbst in der Einkommensteuererklärung als ausländische Kapitalerträge angeben.
Original - 06
Consorsbank Tagesgeld: 3,4 Prozent Aktionszins für Neukunden
FinanztippDie Consorsbank bietet Neukunden für die ersten fünf Monate nach Kontoeröffnung einen Aktionszins von 3,4 Prozent pro Jahr auf ihr Tagesgeld. Das Tagesgeldkonto kann jedoch nur in Kombination mit einem Wertpapierdepot eröffnet werden, während Bestandskunden lediglich 0,8 Prozent pro Jahr erhalten. Als deutsche Niederlassung der französischen BNP Paribas unterliegen Einlagen der gesetzlichen Einlagensicherung Frankreichs bis 100.000 Euro sowie zusätzlich dem freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken bis fünf Millionen Euro.
Original
Häufige Fragen
Welche Banken bieten aktuell die höchsten Tagesgeldzinsen in Deutschland?
Chase und Norisbank führen den Markt mit jeweils 4,0 Prozent pro Jahr an, wobei Chase diesen Satz für vier Monate auf Einlagen bis zu einer Million Euro gewährt und Norisbank ab Juli 2026 für sechs Monate – beide Angebote richten sich jedoch ausschließlich an Neukunden. Insgesamt locken rund 20 Banken mit Zinsen von 3,0 Prozent oder mehr, darunter Renault Bank direkt mit 3,5 Prozent und Consorsbank mit 3,4 Prozent für Neukunden. Die meisten Spitzenangebote sind zeitlich befristet und an Bedingungen wie eine gleichzeitige Girokontoeröffnung geknüpft.
Warum empfiehlt Finanztip das Trade-Republic-Verrechnungskonto nicht als Tagesgeldersatz?
Obwohl Trade Republic 2 Prozent Zinsen auf Guthaben zahlt, kritisiert Finanztip zwei Risiken: Ein Teil der Einlagen liegt bei der französischen Partnerbank HSBC, deren Einlagensicherung nicht den Stabilitätskriterien des Portals genügt, und ein weiterer Teil kann in einen Geldmarktfonds fließen, der im Krisenfall Verluste verursachen könnte. Für klassische Tagesgeldzwecke sind daher Direktbanken mit vergleichbaren oder besseren Zinsen und robusterer Einlagensicherung vorzuziehen.
Lohnt sich Tagesgeld bei der Sparkasse oder DKB noch?
Weder Sparkassen noch die DKB können derzeit mit den Marktbesten mithalten: Die rund 370 Sparkassen bieten sehr unterschiedliche, häufig niedrige Zinsen, manche verzinsen Tagesgeld gar nicht. Die DKB zahlt seit Anfang 2025 nur noch 1 Prozent pro Jahr – weit unter den aktuellen Bestzinsen von bis zu 4,0 Prozent. Für Sparer ist daher ein überregionaler Tagesgeldvergleich dringend empfehlenswert.
Was müssen Anleger bei ausländischen Tagesgeldanbietern wie der Ayvens Bank steuerlich beachten?
Da die niederländische Ayvens Bank keine deutsche Zweigstelle unterhält, wird keine automatische Abgeltungsteuer einbehalten – Kunden müssen ihre Zinserträge selbst als ausländische Kapitalerträge in der Einkommensteuererklärung angeben. Einlagen sind bis zu 100.000 Euro über die niederländische Einlagensicherung geschützt, was dem EU-Standard entspricht, aber im Krisenfall eine Abwicklung im Ausland bedeuten würde.
Worauf sollten B2B-Entscheider beim Vergleich von Tagesgeldangeboten besonders achten?
Neben dem Zinssatz sind Laufzeit und Neukundenbindung entscheidend: Viele Spitzenangebote gelten nur für wenige Monate und erfordern zusätzliche Produktabschlüsse wie ein Girokonto oder Wertpapierdepot, was den Verwaltungsaufwand erhöht. Ebenso wichtig sind die Einlagensicherung des jeweiligen Landes, eventuelle Anlagehöchstgrenzen sowie steuerliche Meldepflichten bei ausländischen Instituten – Faktoren, die bei größeren Unternehmenseinlagen besonders ins Gewicht fallen.
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Martin: Herzlich willkommen bei Geld und Alltag, ich bin Martin. Heute schauen wir uns ein Thema an, das gerade viele Sparerinnen und Sparer beschäftigt: Tagesgeld. Der Markt ist ziemlich in Bewegung, und ich freue mich, dass Nina heute wieder dabei ist. Hallo Nina.
Nina: Hallo Martin. Ja, Tagesgeld ist gerade wirklich ein Thema. Ich höre immer wieder, dass Leute nicht wissen, wo sie ihr Erspartes am besten parken sollen.
Martin: Genau das ist der Punkt. Fangen wir mit den aktuellen Spitzenzinsen an. Derzeit gibt es zwei Banken, die mit 4,0 Prozent pro Jahr ganz vorne liegen: Chase, also die deutsche Tochter von J.P. Morgan, und die Norisbank. Chase bietet diesen Zinssatz für vier Monate auf Einlagen bis zu einer Million Euro. Die Norisbank zieht ab dem 1. Juli 2026 nach, ebenfalls für sechs Monate, aber nur für Neukunden, die gleichzeitig ein Girokonto eröffnen.
Nina: Vier Prozent klingt erstmal gut. Aber was bedeutet das konkret, also in Euro?
Martin: Nehmen wir ein Beispiel: Wer 10.000 Euro anlegt, bekommt bei 4,0 Prozent im Jahr 400 Euro Zinsen brutto. Bei vier Monaten wären das rund 133 Euro. Nicht riesig, aber deutlich mehr als nichts.
Nina: Okay, das ist greifbar. Und diese Angebote sind wirklich für alle zugänglich?
Martin: Mit Einschränkungen. Die meisten dieser Spitzenzinsen gelten nur für Neukunden und sind zeitlich befristet. Das ist wichtig zu wissen. Insgesamt locken rund 20 Banken auf dem deutschen Markt mit Tagesgeldzinsen von 3,0 Prozent oder mehr. Der EZB-Leitzins liegt aktuell bei 2,0 Prozent, die Inflation in Deutschland lag im April 2026 bei 2,9 Prozent.
Nina: Moment, das heißt, die Inflation liegt höher als der EZB-Leitzins. Können Sparer mit 4 Prozent Tagesgeld dann überhaupt die Inflation ausgleichen?
Martin: Gute Frage. Brutto schon, knapp. Aber nach Steuern sieht es anders aus. Auf Zinserträge fällt in Deutschland Abgeltungsteuer an, also 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag. Wer keinen Freistellungsauftrag gestellt hat oder dessen Sparerpauschbetrag schon ausgeschöpft ist, bekommt effektiv weniger. Real, also nach Inflation und Steuern, ist der Gewinn dann oft sehr überschaubar.
Nina: Das sollte man wirklich im Hinterkopf behalten.
Martin: Kommen wir zu einem Anbieter, der gerade viel diskutiert wird: Trade Republic. Viele Nutzerinnen und Nutzer parken dort Geld auf dem Verrechnungskonto und bekommen 2 Prozent Zinsen. Das klingt bequem, aber Finanztip rät ausdrücklich davon ab, das als Tagesgeldersatz zu nutzen.
Nina: Warum das denn? 2 Prozent ist doch immerhin was.
Martin: Das Problem liegt in der Struktur. Ein Teil des Geldes liegt bei der französischen Partnerbank HSBC, deren Einlagensicherung Finanztip als nicht ausreichend stabil bewertet. Ein weiterer Teil kann in einen Geldmarktfonds fließen. Und Geldmarktfonds sind keine Bankeinlagen, sie können im Krisenfall Verluste machen, auch wenn das selten vorkommt.
Nina: Also ist das Geld dort nicht so sicher wie auf einem klassischen Tagesgeldkonto?
Martin: Genau. Für Wertpapiergeschäfte bleibt Trade Republic eine sinnvolle Option. Aber wer Geld sicher parken will, sollte auf klassische Tagesgeldkonten mit gesetzlicher Einlagensicherung setzen. Und da gibt es, wie wir gerade gehört haben, durchaus bessere Zinsen.
Nina: Mhm. Was ist eigentlich mit den Sparkassen? Die haben ja fast jeder um die Ecke.
Martin: Die Sparkassen sind ein interessanter Fall. Es gibt rund 370 Institute in Deutschland, und jedes entscheidet selbst über seine Konditionen. Das führt zu sehr großen Unterschieden. Manche Sparkassen zahlen gar keine Zinsen auf Tagesgeld, andere zumindest etwas. Viele verlangen außerdem, dass Kunden gleichzeitig ein Girokonto bei ihnen führen.
Nina: Und wie schlagen sie sich im Vergleich?
Martin: Im bundesweiten Vergleich können die Sparkassen mit den Direktbanken in der Regel nicht mithalten. Das bedeutet nicht, dass die Sparkasse als Hausbank schlecht ist, aber wer sein Erspartes möglichst gut verzinst haben möchte, sollte zumindest mal schauen, was überregional angeboten wird.
Nina: Das klingt nach: Bequemlichkeit kostet Zinsen.
Martin: [laughs] So kann man es sagen. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der DKB, der Deutschen Kreditbank. Die war mal bekannt für gute Tagesgeldkonditionen, hat den Zinssatz aber seit Anfang 2025 auf nur noch 1 Prozent gesenkt. Zwischenzeitlich, von Mitte 2023 bis Anfang 2024, gab es dort noch 3,5 Prozent.
Nina: Von 3,5 auf 1 Prozent, das ist ein ziemlicher Einbruch.
Martin: Ja, und das zeigt: Tagesgeldkonditionen können sich schnell ändern. Wer vor zwei Jahren ein attraktives Angebot hatte, sollte heute nochmal nachschauen. Die DKB ist für Bestandskunden mit Girokonto weiterhin nutzbar, aber als Tagesgeldempfehlung führt Finanztip sie aktuell nicht mehr.
Nina: Gibt es denn noch andere Optionen, die sich lohnen könnten?
Martin: Ja, zwei möchte ich noch kurz erwähnen. Erstens die Ayvens Bank aus den Niederlanden. Die ist seit 2015 auf dem deutschen Markt aktiv und bietet wettbewerbsfähige Tagesgeldzinsen. Einlagen bis 100.000 Euro sind über die niederländische Einlagensicherung geschützt, man kann bis zu 500.000 Euro anlegen.
Nina: Aber niederländische Einlagensicherung, ist das genauso sicher wie die deutsche?
Martin: Die gesetzliche Einlagensicherung in der EU gilt einheitlich bis 100.000 Euro pro Person und Bank, egal ob Deutschland, Niederlande oder Frankreich. Das ist EU-weit harmonisiert. Was man bei der Ayvens Bank beachten muss: Da sie keine Zweigstelle in Deutschland hat, muss man die Zinserträge selbst in der Steuererklärung angeben, als ausländische Kapitalerträge. Das macht ein bisschen mehr Arbeit.
Nina: Okay, das ist ein Punkt, den man wissen sollte.
Martin: Genau. Und dann noch die Consorsbank. Die bietet Neukunden für die ersten fünf Monate 3,4 Prozent Zinsen. Aber auch hier gilt: Das Tagesgeldkonto lässt sich nur in Kombination mit einem Wertpapierdepot eröffnen. Bestandskunden bekommen danach nur noch 0,8 Prozent.
Nina: Also wieder ein Lockangebot für Neukunden, das danach deutlich schlechter wird.
Martin: Richtig. Das ist ein Muster, das sich durch den ganzen Tagesgeldmarkt zieht. Hohe Aktionszinsen für Neukunden, niedrigere Zinsen danach. Wer das Spiel mitspielen will, muss regelmäßig vergleichen und im Zweifel wechseln. Das kostet Zeit und Aufwand.
Nina: Was würdest du Leuten raten, die einfach ihr Geld sicher parken wollen, ohne ständig zu wechseln?
Martin: [pauses] Ich gebe keine persönlichen Anlageempfehlungen, das muss ich betonen. Aber ein paar allgemeine Punkte: Erstens, die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro gilt EU-weit, das ist ein solider Rahmen. Zweitens, wer keine Zeit für häufige Bankwechsel hat, kann auch ein dauerhaft solides Angebot wählen, auch wenn es nicht ganz an die Spitzenzinsen heranreicht. Und drittens, Vergleichsportale und unabhängige Verbraucherquellen wie Finanztip oder die Stiftung Warentest können helfen, den Überblick zu behalten.
Nina: Und den Freistellungsauftrag nicht vergessen.
Martin: Absolut, guter Hinweis. Der Sparerpauschbetrag liegt aktuell bei 1.000 Euro pro Person, 2.000 Euro für Ehepaare. Wer den nicht ausschöpft, zahlt unnötig Steuern auf Zinserträge. Den Freistellungsauftrag bei der jeweiligen Bank einzurichten ist kostenlos und dauert wenige Minuten.
Nina: Das ist wirklich eine der einfachsten Maßnahmen, die man vergisst.
Martin: [laughs] Ja, leider. Gut, dann fassen wir kurz zusammen: Der Tagesgeldmarkt bietet aktuell durchaus attraktive Zinsen, mit Spitzenwerten von bis zu 4,0 Prozent. Aber fast alle Spitzenangebote sind zeitlich befristet und an den Neukundenstatus geknüpft. Wer bei einer Sparkasse oder der DKB ist, sollte die aktuellen Konditionen nochmal prüfen. Trade Republic eignet sich als Verrechnungskonto, aber nicht als sicherer Tagesgeldersatz. Ausländische Anbieter wie Ayvens Bank sind grundsätzlich möglich, erfordern aber etwas mehr Aufwand bei der Steuererklärung. Und der Freistellungsauftrag sollte unbedingt gestellt sein.
Nina: Genau. Und ich finde, das Wichtigste ist: Einfach mal nachschauen, was man gerade bekommt. Viele wissen gar nicht, wie wenig Zinsen sie aktuell haben.
Martin: Das stimmt. Danke Nina, schön dass du heute dabei warst. Und an alle Hörerinnen und Hörer: Bleibt informiert, vergleicht regelmäßig und lasst euch bei konkreten Entscheidungen im Zweifelsfall von unabhängigen Stellen beraten. Bis zur nächsten Folge von Geld und Alltag.
Nina: Tschüss, bis zum nächsten Mal.
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