Geld & Alltag – 09.10.2026
In dieser Folge
- 01
Renditerechner der Verbraucherzentrale: Aktien und Festgeld im historischen Vergleich
VerbracuerzentraleDie Verbraucherzentrale stellt einen Online-Renditerechner bereit, mit dem sich die Auswirkungen unterschiedlicher Aufteilungen zwischen Aktien-ETFs und Festgeld auf Ertrag und Sparplan simulieren lassen. Grundlage sind Daten seit 1970, darunter der MSCI World netto in Euro mit angesetzten Kosten von 0,5 % pro Jahr, Festgeldzinsen der Bundesbank sowie die Inflation; Endvermögen und Renditen sind inflationsbereinigt, persönliche Steuern bleiben unberücksichtigt. Die historisch hohen Festgeldrenditen sind heute nicht mehr erreichbar, doch über lange Zeiträume schnitten weltweite Aktien stets besser ab, wobei der Rechner keine Beratung ersetzt.
Original - 02
Immobilienpreise im Münchner Umland: Landkreis Miesbach verzeichnet deutlichen Rückgang
HandelsblattIm Landkreis Miesbach, wo seit Jahren die höchsten Immobilienpreise aller deutschen Landkreise gezahlt werden, sind die Preise zuletzt um mehr als acht Prozent auf durchschnittlich 7246 Euro je Quadratmeter gefallen, nachdem sie im Vorjahr noch um 6,8 Prozent auf 7802 Euro gestiegen waren. Makler Thomas Aigner führt dies auf das Abklingen des Nachfrageschubs aus der Coronapandemie sowie auf kaum kalkulierbare Sanierungs- und Neubaukosten zurück. Eine Studie des HWWI im Auftrag der Postbank soll nun zeigen, wo Pendler rund um München noch vergleichsweise günstig kaufen können.
Original - 03
Aktienmärkte nahe Rekordniveau trotz steigender Anleiherenditen
HandelsblattWährend der Anleihemarkt Krisensignale sendet, zeigen sich die Aktienmärkte weitgehend unbeeindruckt: In den USA erreichten der S&P 500 und der Nasdaq 100 am Dienstag neue Rekordhochs. In Europa liegen der Stoxx Europe 600 und der Dax jeweils nur etwa fünf Prozent unter ihren Höchstständen. Der Eindruck, Anleger ignorierten die Risiken steigender Kapitalmarktzinsen, wirft die Frage auf, wie lange die Börsen dem hohen Zinsniveau noch trotzen können, zumal sich unter der Oberfläche bereits erste Schwächen zeigen.
Original - 04
Bundesbank und Finanzministerium starten Kampagne „Machen wir Phishen Impossible!“ gegen Zahlungsbetrug
Bundes BankNach Erhebungen der Bundesbank verursachten rund 1,8 Millionen betrügerische Zahlungsvorgänge im Jahr 2025 einen Schaden von mehr als 580 Millionen Euro, wobei Phishing eine häufige Masche ist. Der im November 2025 von der Bundesbank gegründete „Roundtable Betrugsbekämpfung“ hat daher die Kampagne „Machen wir Phishen Impossible!“ beschlossen, die Bundesbank und Bundesfinanzministerium gemeinsam als Schirmherren tragen. Ab dem 10. Oktober informieren etwa einen Monat lang Unternehmen aus Finanzwirtschaft, Telekommunikation und Handel sowie öffentliche Institutionen über soziale Medien und eine Website mit Videos, typischen Betrugsmustern und Handlungsempfehlungen; die Kampagne beruht auf einem gleichnamigen österreichischen Vorbild.
Original
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Renditerechner der Verbraucherzentrale: Aktien und Festgeld im historischen Vergleich
VerbracuerzentraleDie Verbraucherzentrale stellt einen Online-Renditerechner bereit, mit dem sich die Auswirkungen unterschiedlicher Aufteilungen zwischen Aktien-ETFs und Festgeld auf Ertrag und Sparplan simulieren lassen. Grundlage sind Daten seit 1970, darunter der MSCI World netto in Euro mit angesetzten Kosten von 0,5 % pro Jahr, Festgeldzinsen der Bundesbank sowie die Inflation; Endvermögen und Renditen sind inflationsbereinigt, persönliche Steuern bleiben unberücksichtigt. Die historisch hohen Festgeldrenditen sind heute nicht mehr erreichbar, doch über lange Zeiträume schnitten weltweite Aktien stets besser ab, wobei der Rechner keine Beratung ersetzt.
Original - 02
Immobilienpreise im Münchner Umland: Landkreis Miesbach verzeichnet deutlichen Rückgang
HandelsblattIm Landkreis Miesbach, wo seit Jahren die höchsten Immobilienpreise aller deutschen Landkreise gezahlt werden, sind die Preise zuletzt um mehr als acht Prozent auf durchschnittlich 7246 Euro je Quadratmeter gefallen, nachdem sie im Vorjahr noch um 6,8 Prozent auf 7802 Euro gestiegen waren. Makler Thomas Aigner führt dies auf das Abklingen des Nachfrageschubs aus der Coronapandemie sowie auf kaum kalkulierbare Sanierungs- und Neubaukosten zurück. Eine Studie des HWWI im Auftrag der Postbank soll nun zeigen, wo Pendler rund um München noch vergleichsweise günstig kaufen können.
Original - 03
Aktienmärkte nahe Rekordniveau trotz steigender Anleiherenditen
HandelsblattWährend der Anleihemarkt Krisensignale sendet, zeigen sich die Aktienmärkte weitgehend unbeeindruckt: In den USA erreichten der S&P 500 und der Nasdaq 100 am Dienstag neue Rekordhochs. In Europa liegen der Stoxx Europe 600 und der Dax jeweils nur etwa fünf Prozent unter ihren Höchstständen. Der Eindruck, Anleger ignorierten die Risiken steigender Kapitalmarktzinsen, wirft die Frage auf, wie lange die Börsen dem hohen Zinsniveau noch trotzen können, zumal sich unter der Oberfläche bereits erste Schwächen zeigen.
Original - 04
Bundesbank und Finanzministerium starten Kampagne „Machen wir Phishen Impossible!“ gegen Zahlungsbetrug
Bundes BankNach Erhebungen der Bundesbank verursachten rund 1,8 Millionen betrügerische Zahlungsvorgänge im Jahr 2025 einen Schaden von mehr als 580 Millionen Euro, wobei Phishing eine häufige Masche ist. Der im November 2025 von der Bundesbank gegründete „Roundtable Betrugsbekämpfung“ hat daher die Kampagne „Machen wir Phishen Impossible!“ beschlossen, die Bundesbank und Bundesfinanzministerium gemeinsam als Schirmherren tragen. Ab dem 10. Oktober informieren etwa einen Monat lang Unternehmen aus Finanzwirtschaft, Telekommunikation und Handel sowie öffentliche Institutionen über soziale Medien und eine Website mit Videos, typischen Betrugsmustern und Handlungsempfehlungen; die Kampagne beruht auf einem gleichnamigen österreichischen Vorbild.
Original
Häufige Fragen
Was zeigt der Renditerechner der Verbraucherzentrale zu Aktien und Festgeld?
Der Online-Rechner simuliert, wie sich unterschiedliche Aufteilungen zwischen Aktien-ETFs und Festgeld auf Ertrag und Sparplan auswirken. Er nutzt Daten seit 1970, darunter den MSCI World netto in Euro (angesetzte Kosten: 0,5 % pro Jahr), Bundesbank-Festgeldzinsen und die Inflation. Ergebnisse sind inflationsbereinigt, persönliche Steuern bleiben unberücksichtigt.
Schnitten Aktien historisch besser ab als Festgeld, und lässt sich das auf heute übertragen?
Laut dem Rechner schnitten weltweite Aktien über lange Zeiträume stets besser ab als Festgeld. Die historisch hohen Festgeldrenditen sind heute allerdings nicht mehr erreichbar, und der Rechner ersetzt keine Beratung.
Wie haben sich die Immobilienpreise im Landkreis Miesbach zuletzt entwickelt?
Die Preise fielen um mehr als acht Prozent auf durchschnittlich 7246 Euro je Quadratmeter, nachdem sie im Vorjahr noch um 6,8 Prozent auf 7802 Euro gestiegen waren. Miesbach zählt seit Jahren zu den teuersten Landkreisen Deutschlands. Makler Thomas Aigner nennt als Gründe das Abklingen des Corona-Nachfrageschubs und kaum kalkulierbare Sanierungs- und Neubaukosten.
Warum erreichen die Aktienmärkte Rekordstände trotz steigender Anleiherenditen?
Anleger scheinen die Risiken höherer Kapitalmarktzinsen bislang weitgehend auszublenden: In den USA erreichten S&P 500 und Nasdaq 100 neue Rekordhochs, Stoxx Europe 600 und Dax liegen etwa fünf Prozent unter ihren Höchstständen. Offen bleibt, wie lange die Börsen dem hohen Zinsniveau trotzen können, zumal sich unter der Oberfläche bereits erste Schwächen zeigen.
Was ist die Kampagne „Machen wir Phishen Impossible!“ und warum gibt es sie?
Bundesbank und Bundesfinanzministerium tragen die Kampagne gemeinsam als Schirmherren, um über Zahlungsbetrug wie Phishing aufzuklären; 2025 verursachten rund 1,8 Millionen betrügerische Zahlungsvorgänge über 580 Millionen Euro Schaden. Ab dem 10. Oktober informieren etwa einen Monat lang Unternehmen und Institutionen über soziale Medien und eine Website mit Videos, Betrugsmustern und Handlungsempfehlungen. Vorbild ist eine gleichnamige österreichische Kampagne.
Vollständiges Transkript
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Martin: Herzlich willkommen bei Geld & Alltag. Ich bin Martin, und wie immer habe ich Nina an meiner Seite. Sie fragt nach, wenn etwas zu fachlich wird, und achtet darauf, dass wir den Alltag nicht aus dem Blick verlieren. Hallo, Nina.
Nina: Hallo Martin, hallo an alle da draußen. Ich bin gespannt, was heute dabei ist.
Martin: Vier Meldungen. Es geht um einen Renditerechner der Verbraucherzentrale, um sinkende Immobilienpreise im Umland von München, um die Lage an den Börsen und um eine neue Kampagne gegen Betrug im Zahlungsverkehr. Fangen wir mit dem Rechner an.
Nina: Renditerechner klingt erst mal nach Zahlenkolonnen. Was ist das genau?
Martin: Die Verbraucherzentrale bietet online ein Werkzeug an, mit dem man durchspielen kann, was passiert, wenn man Geld unterschiedlich aufteilt, nämlich auf Aktien-ETFs und auf Festgeld. Man kann auch einen Sparplan simulieren. Als Grundlage dienen historische Daten seit 1970. Für die Aktienseite wird der MSCI World verwendet, also ein Index mit Aktien aus vielen Industrieländern. Dafür sind Kosten von 0,5 Prozent pro Jahr angesetzt. Bei Festgeld nimmt man Zinsen aus Bundesbank-Daten.
Nina: Und ETF ist nochmal was genau? Nur zur Sicherheit.
Martin: Ein börsengehandelter Fonds, der einen Index nachbildet. Man kauft also kein einzelnes Unternehmen, sondern einen breiten Korb an Aktien. Wichtig bei dem Rechner: Die Ergebnisse sind inflationsbereinigt. Es wird also gezeigt, was das Geld nach Abzug der Preissteigerung noch wert wäre. Persönliche Steuern sind dagegen nicht berücksichtigt.
Nina: Das ist ein großer Unterschied. Ein Ergebnis vor Steuern sieht ja immer besser aus als das, was am Ende auf dem Konto landet.
Martin: Genau, das sollte man im Kopf behalten. Die Verbraucherzentrale weist außerdem darauf hin, dass die hohen Festgeldrenditen aus manchen früheren Jahrzehnten heute nicht mehr erreichbar sind. Über lange Zeiträume haben weltweite Aktien in der Vergangenheit besser abgeschnitten. Aber das ist ein Blick zurück. Der Rechner ersetzt keine Beratung und sagt nichts über die Zukunft.
Nina: Was fange ich als normale Sparerin damit an? Ich sehe ja dann nur eine Kurve.
Martin: Ich finde den Nutzen eher im Verständnis. Man sieht, wie stark sich Schwankungen auswirken, wie sehr die Inflation am Ersparten nagt und wie unterschiedlich lange Zeiträume wirken. Wer ein Gefühl dafür bekommt, kann besser einschätzen, welches Risiko zu ihm passt. Ob und wie man anlegt, hängt aber immer von der eigenen Situation ab: Wie lange kann ich das Geld entbehren, wie viel Schwankung halte ich aus, was brauche ich als Reserve?
Nina: Mhm. Und ein Notgroschen gehört vermutlich sowieso erst mal aufs Konto, nicht in den Rechner.
Martin: Ein Puffer für Unvorhergesehenes ist für viele eine sinnvolle Grundlage, ja. Aber auch das ist keine Empfehlung für den Einzelfall, sondern ein Punkt, den man für sich selbst klären sollte. Kommen wir zur zweiten Meldung, die ein ganz anderes Feld betrifft: Immobilien.
Nina: Da bin ich neugierig. Man hört ja immer nur, dass alles teurer wird.
Martin: Diesmal nicht überall. Im Landkreis Miesbach, südlich von München, werden seit Jahren die höchsten Immobilienpreise aller deutschen Landkreise gezahlt. Dort sind die Preise zuletzt um mehr als acht Prozent gefallen, auf durchschnittlich 7246 Euro pro Quadratmeter. Im Jahr davor waren sie noch um 6,8 Prozent auf 7802 Euro gestiegen.
Nina: Das ist trotzdem noch irre viel pro Quadratmeter. Für eine Wohnung mit hundert Quadratmetern sind das über 700.000 Euro.
Martin: Ja, das Niveau bleibt extrem hoch. Aber die Richtung ist interessant. Der Makler Thomas Aigner nennt zwei Gründe. Erstens klingt der Nachfrageschub aus der Coronazeit ab, als viele ins Grüne ziehen wollten, weil sie im Homeoffice arbeiteten. Zweitens sind Sanierungs- und Neubaukosten kaum kalkulierbar. Das verunsichert Käufer.
Nina: Verstehe ich. Wenn ich nicht weiß, ob die Heizung oder das Dach in drei Jahren noch mal richtig Geld kostet, wird es schwer, eine solche Summe zu stemmen.
Martin: Genau. Dazu kommen die Finanzierungskosten. Wenn Kredite teurer sind, sinkt die Summe, die sich Käufer leisten können. Das wirkt dann auf die Preise. Aber Vorsicht: Das ist eine Entwicklung in einem sehr speziellen Landkreis. Man kann daraus nicht ableiten, dass die Preise überall fallen.
Nina: Gibt es noch mehr Zahlen dazu?
Martin: Eine Studie des Forschungsinstituts HWWI im Auftrag der Postbank soll zeigen, wo Pendler rund um München noch vergleichsweise günstig kaufen können. Die Ergebnisse müssen wir abwarten. Für Hörerinnen und Hörer, die selbst kaufen wollen, ist der Blick in die jeweilige Region wichtiger als jede Deutschlandzahl. Und wer Eigentum hat, sollte sich von einzelnen Meldungen nicht verrückt machen lassen.
Nina: Und für Mieter? Wirkt sich das aus?
Martin: Nicht direkt. Kaufpreise und Mieten hängen zusammen, bewegen sich aber nicht im Gleichschritt. Sinkende Kaufpreise bedeuten nicht automatisch sinkende Mieten. Das hängt vom Angebot vor Ort ab, und das ist in vielen Städten und Umlandgemeinden weiter knapp.
Nina: [pauses] Okay. Dann zur dritten Meldung. Da geht es um die Börsen, richtig?
Martin: Ja. Hier muss ich vorsichtig sein, weil wir kein Börsenrauschen wiedergeben wollen. Aber es gibt einen Zusammenhang mit den Zinsen, und der betrifft private Haushalte. Also: In den USA haben der S&P 500 und der Nasdaq 100 am Dienstag neue Rekordstände erreicht. In Europa liegen der Stoxx Europe 600 und der Dax jeweils noch rund fünf Prozent unter ihren Höchstständen.
Nina: Klingt doch gut. Wo ist das Problem?
Martin: Gleichzeitig steigen die Renditen von Anleihen. Anleihen sind im Grunde Schuldscheine von Staaten oder Unternehmen. Steigende Renditen bedeuten, dass sich Geldgeber mehr Zins für ihr Geld bezahlen lassen. Im Handelsblatt wird das als Krisensignal gedeutet, während die Aktienmärkte unbeeindruckt wirken. Es wird gefragt, wie lange die Börsen das hohe Zinsniveau noch ausblenden können. Unter der Oberfläche gebe es auch schon erste Schwächen.
Nina: Moment. Was haben steigende Anleiherenditen mit meinem Alltag zu tun?
Martin: Am ehesten über die Kreditzinsen. An den Renditen langlaufender Anleihen orientieren sich oft auch die Zinsen für Baufinanzierungen. Steigen sie, kann das Kredite für Wohneigentum verteuern. Wer eine Anschlussfinanzierung plant, sollte das im Blick behalten. Gleichzeitig können höhere Zinsen für Sparer attraktiver sein, etwa bei Tages- oder Festgeld.
Nina: Also hat dasselbe Phänomen zwei Seiten, je nachdem, ob man Geld leiht oder anlegt.
Martin: Sehr schön zusammengefasst. Was daraus für die Börse folgt, kann niemand sicher sagen. Rekordstände sind keine Garantie und auch kein Warnzeichen für sich genommen. Wer in Aktien oder ETFs investiert ist, sollte seine Entscheidung nicht an Schlagzeilen ausrichten, sondern an seinem Plan und seiner Risikobereitschaft. Eine konkrete Empfehlung gebe ich hier ausdrücklich nicht.
Nina: Das passt ja auch zum Renditerechner vom Anfang. Der zeigt, dass es auch in der Vergangenheit immer wieder Auf und Ab gab.
Martin: Genau, der Kreis schließt sich. Kommen wir zur vierten Meldung, die jeden betrifft, der ein Konto oder eine Karte hat: Betrug im Zahlungsverkehr.
Nina: Da bin ich gleich hellhörig. Ich bekomme alle paar Wochen SMS, die angeblich von der Post oder von meiner Bank sind.
Martin: Das ist weit verbreitet. Nach Erhebungen der Bundesbank gab es im Jahr 2025 rund 1,8 Millionen betrügerische Zahlungsvorgänge. Der Schaden lag bei mehr als 580 Millionen Euro. Phishing ist dabei eine häufige Masche. Gemeint sind gefälschte Nachrichten oder Webseiten, mit denen Betrüger an Zugangsdaten, Kartendaten oder Freigabecodes kommen wollen.
Nina: Fast 600 Millionen. Das ist eine Zahl, die man sich kaum vorstellen kann.
Martin: Deshalb gibt es jetzt eine gemeinsame Kampagne. Die Bundesbank hat im November 2025 einen sogenannten Roundtable Betrugsbekämpfung gegründet, also eine Gesprächsrunde mit mehreren Beteiligten. Der hat die Kampagne „Machen wir Phishen Impossible!“ beschlossen. Bundesbank und Bundesfinanzministerium sind gemeinsam Schirmherren. Ab dem 10. Oktober informieren etwa einen Monat lang Unternehmen aus Finanzwirtschaft, Telekommunikation und Handel sowie öffentliche Stellen.
Nina: Wo kann ich das sehen? Läuft das im Fernsehen?
Martin: Vor allem über soziale Medien und eine Website. Dort soll es Videos geben, typische Betrugsmuster und Handlungsempfehlungen. Die Kampagne beruht übrigens auf einem gleichnamigen österreichischen Vorbild.
Nina: [laughs] Der Name ist ja schon ein kleines Wortspiel. Aber ich finde es gut, dass es verständlich aufbereitet wird. Was kann ich denn schon jetzt tun?
Martin: Ein paar allgemeine Grundsätze, die Verbraucherschützer und Banken seit Langem nennen: Nicht auf Links in unerwarteten Nachrichten klicken. Zugangsdaten, PIN oder TAN nie am Telefon oder per Mail weitergeben. Und bei Druck, etwa „Ihr Konto wird gesperrt“, erst einmal innehalten und die Bank über den bekannten, offiziellen Weg kontaktieren. Im Zweifel hilft auch ein Anruf bei der eigenen Bank. Wie in einem konkreten Fall zu verfahren ist, hängt allerdings von der Situation ab.
Nina: Und wenn doch etwas passiert ist? Ist das Geld dann weg?
Martin: Das lässt sich pauschal nicht beantworten. Ob eine Bank den Schaden ersetzt, hängt vom Einzelfall ab, zum Beispiel davon, wie die Zahlung freigegeben wurde. Wichtig ist, schnell zu handeln: Karte oder Zugang sperren lassen und die Bank informieren. Bei rechtlichen Fragen können Verbraucherzentralen eine Anlaufstelle sein.
Nina: Gut zu wissen. Und für Ältere oder weniger technikaffine Familienmitglieder lohnt es sich bestimmt, so eine Kampagne weiterzuerzählen.
Martin: Absolut. Ein kurzes Gespräch am Küchentisch kann da mehr bewirken als jede Statistik. Damit sind wir am Ende. Fassen wir kurz zusammen: Beim Renditerechner der Verbraucherzentrale lohnt der Blick auf die Annahmen, also inflationsbereinigt, ohne persönliche Steuern, und der Blick zurück ist keine Garantie. Bei den Immobilienpreisen in Miesbach gilt: ein Regionalbefund auf sehr hohem Niveau. Bei den Börsen ist der Zusammenhang mit den Zinsen für Kredite und Sparen der Punkt, der Haushalte direkt betrifft. Und beim Phishing hilft vor allem Aufmerksamkeit.
Nina: Und das Wichtigste aus meiner Sicht: bei Geldfragen Ruhe bewahren, Informationen prüfen und lieber einmal mehr nachfragen.
Martin: Genau. Wir geben hier keine Finanz-, Steuer- oder Rechtsberatung, sondern Orientierung, damit ihr informiert bleibt, bessere Entscheidungen treffen und den Überblick behalten könnt. Noch ein Hinweis: Dieser Podcast ist vollständig KI-generiert. Alle Quellen und Hintergründe findet ihr auf unserer Website. Danke fürs Zuhören, und in der nächsten Folge geht es wieder um Themen, die euren Alltag und euer Portemonnaie betreffen. Bis dahin alles Gute.
Nina: Danke, dass ihr dabei wart. Passt auf euch und euer Geld auf, und bis zum nächsten Mal.
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