Tagesgeld, Festgeld & Kindergeld: Zinsen und Ansprüche im Check (08.06.2026)
Tagesgeld, Festgeld & Co. – wo gibt es aktuell die besten Zinsen? Außerdem: Wann haben Eltern auch für erwachsene Kinder noch Anspruch auf Kindergeld?
In dieser Folge
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Comdirect Tagesgeld Plus: 1,5 Prozent Zinsen für Neukunden, keine Kontoführungsgebühr ab Mai 2023
FinanztippDas Tagesgeld Plus-Konto der Comdirect bietet Neukunden für die ersten sechs Monate einen Aktionszins von 1,5 Prozent pro Jahr auf Einlagen bis zu fünf Millionen Euro, danach gilt der Standardzins von 0,75 Prozent jährlich. Seit dem 4. Mai 2023 entfällt für neu eröffnete Konten die bislang erhobene monatliche Kontoführungsgebühr von 1,90 Euro dauerhaft, während Inhaber älterer Konten die Gebühr nur durch ein gleichzeitig geführtes Girokonto oder Depot umgehen können. Einlagen sind über die gesetzliche deutsche Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Person geschützt, zusätzlich besteht Mitgliedschaft im freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken mit einem Schutz von bis zu fünf Millionen Euro.
Original - 02
Tagesgeld-Vergleich: Sichere Banken bieten bis zu 4 Prozent Zinsen
FinanztippBeim Tagesgeld können Sparer derzeit bei ausgewählten sicheren Banken Zinsen von bis zu 4 Prozent erzielen. Ein Vergleich der aktuellen Angebote lohnt sich, da die Konditionen zwischen den Anbietern erheblich variieren. Verbraucher sollten dabei neben der Zinshöhe auch auf die Einlagensicherung und die Seriosität der jeweiligen Bank achten.
Original - 03
Kindergeld für Kinder ab 18 Jahren: Voraussetzungen und Antragstellung
ArbeitsagenturKindergeld kann für junge Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren unter bestimmten Voraussetzungen weiterhin bezogen werden, wobei Eltern die aktuelle Lebenssituation ihres Kindes gegenüber der Familienkasse nachweisen müssen. Änderungen wie der Abschluss einer Ausbildung oder der Abbruch eines Studiums sind der Familienkasse unverzüglich mitzuteilen. Der Antrag kann online gestellt werden, und Inhaber einer Bund-ID können diesen direkt digital ohne Unterschrift übermitteln; für Kinder mit Behinderungen ist unter bestimmten Bedingungen auch eine Zahlung über das 25. Lebensjahr hinaus möglich.
Original - 04
Kindergeld für erwachsene Kinder mit Behinderung: Voraussetzungen und Nachweise
ArbeitsagenturEltern können auch über das 18. beziehungsweise 25. Lebensjahr ihres Kindes hinaus Kindergeld erhalten, wenn das Kind aufgrund einer Behinderung nicht in der Lage ist, seinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten und die Behinderung vor dem 25. Geburtstag eingetreten ist. Für die Antragstellung bei der Familienkasse sind neben den entsprechenden Formularen geeignete Nachweise über die Behinderung erforderlich, wobei in der Regel der Schwerbehindertenausweis ausreicht. Alternativ können auch ein Feststellungsbescheid des Versorgungsamtes, ein Rentenbescheid oder ein ärztliches Gutachten eingereicht werden, das die Auswirkungen der Behinderung auf die Erwerbsfähigkeit des Kindes dokumentiert.
Original - 05
Kindergeld in Deutschland: Voraussetzungen und Antragstellung
ArbeitsagenturIn Deutschland haben Eltern Anspruch auf Kindergeld in Höhe von 259 Euro pro Kind und Monat, sofern das Kind unter 18 Jahre alt ist, im Haushalt lebt und der Wohnsitz der Eltern in Deutschland oder bestimmten europäischen Ländern liegt. Die Zahlung ist einkommensunabhängig und wird stets nur an eine Person, in der Regel ein Elternteil, ausgezahlt. Der Antrag kann online über die Familienkasse gestellt werden, wobei Inhaber einer Bund-ID den Antrag direkt digital ohne Unterschrift einreichen können.
Original - 06
Festgeld-Vergleich: Die besten Zinskonten und worauf Anleger achten sollten
FocusFestgeld, auch als Termingeld bekannt, ermöglicht Sparern eine sichere und renditestarke Geldanlage mit festen Zinssätzen über Laufzeiten von einem Monat bis zu zehn Jahren, wobei der vereinbarte Zinssatz unabhängig von Marktschwankungen für die gesamte Vertragsdauer stabil bleibt. Im Vergleich zum flexibleren Tagesgeld eignet sich Festgeld besonders für Anleger, die auf kurzfristige Verfügbarkeit ihres Kapitals verzichten können und von langfristig gesicherten Konditionen profitieren möchten. Einlagen sind in Deutschland und der EU bis zu 100.000 Euro pro Kunde und Institut durch staatliche Einlagensicherungssysteme geschützt, während die anfallenden Zinserträge der Abgeltungssteuer von 25 Prozent unterliegen, jedoch bis zu einem Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro jährlich steuerfrei bleiben.
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Comdirect Tagesgeld Plus: 1,5 Prozent Zinsen für Neukunden, keine Kontoführungsgebühr ab Mai 2023
FinanztippDas Tagesgeld Plus-Konto der Comdirect bietet Neukunden für die ersten sechs Monate einen Aktionszins von 1,5 Prozent pro Jahr auf Einlagen bis zu fünf Millionen Euro, danach gilt der Standardzins von 0,75 Prozent jährlich. Seit dem 4. Mai 2023 entfällt für neu eröffnete Konten die bislang erhobene monatliche Kontoführungsgebühr von 1,90 Euro dauerhaft, während Inhaber älterer Konten die Gebühr nur durch ein gleichzeitig geführtes Girokonto oder Depot umgehen können. Einlagen sind über die gesetzliche deutsche Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Person geschützt, zusätzlich besteht Mitgliedschaft im freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken mit einem Schutz von bis zu fünf Millionen Euro.
Original - 02
Tagesgeld-Vergleich: Sichere Banken bieten bis zu 4 Prozent Zinsen
FinanztippBeim Tagesgeld können Sparer derzeit bei ausgewählten sicheren Banken Zinsen von bis zu 4 Prozent erzielen. Ein Vergleich der aktuellen Angebote lohnt sich, da die Konditionen zwischen den Anbietern erheblich variieren. Verbraucher sollten dabei neben der Zinshöhe auch auf die Einlagensicherung und die Seriosität der jeweiligen Bank achten.
Original - 03
Kindergeld für Kinder ab 18 Jahren: Voraussetzungen und Antragstellung
ArbeitsagenturKindergeld kann für junge Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren unter bestimmten Voraussetzungen weiterhin bezogen werden, wobei Eltern die aktuelle Lebenssituation ihres Kindes gegenüber der Familienkasse nachweisen müssen. Änderungen wie der Abschluss einer Ausbildung oder der Abbruch eines Studiums sind der Familienkasse unverzüglich mitzuteilen. Der Antrag kann online gestellt werden, und Inhaber einer Bund-ID können diesen direkt digital ohne Unterschrift übermitteln; für Kinder mit Behinderungen ist unter bestimmten Bedingungen auch eine Zahlung über das 25. Lebensjahr hinaus möglich.
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Kindergeld für erwachsene Kinder mit Behinderung: Voraussetzungen und Nachweise
ArbeitsagenturEltern können auch über das 18. beziehungsweise 25. Lebensjahr ihres Kindes hinaus Kindergeld erhalten, wenn das Kind aufgrund einer Behinderung nicht in der Lage ist, seinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten und die Behinderung vor dem 25. Geburtstag eingetreten ist. Für die Antragstellung bei der Familienkasse sind neben den entsprechenden Formularen geeignete Nachweise über die Behinderung erforderlich, wobei in der Regel der Schwerbehindertenausweis ausreicht. Alternativ können auch ein Feststellungsbescheid des Versorgungsamtes, ein Rentenbescheid oder ein ärztliches Gutachten eingereicht werden, das die Auswirkungen der Behinderung auf die Erwerbsfähigkeit des Kindes dokumentiert.
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Kindergeld in Deutschland: Voraussetzungen und Antragstellung
ArbeitsagenturIn Deutschland haben Eltern Anspruch auf Kindergeld in Höhe von 259 Euro pro Kind und Monat, sofern das Kind unter 18 Jahre alt ist, im Haushalt lebt und der Wohnsitz der Eltern in Deutschland oder bestimmten europäischen Ländern liegt. Die Zahlung ist einkommensunabhängig und wird stets nur an eine Person, in der Regel ein Elternteil, ausgezahlt. Der Antrag kann online über die Familienkasse gestellt werden, wobei Inhaber einer Bund-ID den Antrag direkt digital ohne Unterschrift einreichen können.
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Festgeld-Vergleich: Die besten Zinskonten und worauf Anleger achten sollten
FocusFestgeld, auch als Termingeld bekannt, ermöglicht Sparern eine sichere und renditestarke Geldanlage mit festen Zinssätzen über Laufzeiten von einem Monat bis zu zehn Jahren, wobei der vereinbarte Zinssatz unabhängig von Marktschwankungen für die gesamte Vertragsdauer stabil bleibt. Im Vergleich zum flexibleren Tagesgeld eignet sich Festgeld besonders für Anleger, die auf kurzfristige Verfügbarkeit ihres Kapitals verzichten können und von langfristig gesicherten Konditionen profitieren möchten. Einlagen sind in Deutschland und der EU bis zu 100.000 Euro pro Kunde und Institut durch staatliche Einlagensicherungssysteme geschützt, während die anfallenden Zinserträge der Abgeltungssteuer von 25 Prozent unterliegen, jedoch bis zu einem Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro jährlich steuerfrei bleiben.
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Häufige Fragen
Welche Zinsen bietet das Comdirect Tagesgeld Plus für Neukunden und wie lange gilt der Aktionszins?
Neukunden erhalten beim Comdirect Tagesgeld Plus für die ersten sechs Monate einen Aktionszins von 1,5 Prozent pro Jahr auf Einlagen bis zu fünf Millionen Euro. Danach sinkt der Zinssatz auf den regulären Standardzins von 0,75 Prozent jährlich. Seit Mai 2023 entfällt für neu eröffnete Konten die frühere monatliche Kontoführungsgebühr von 1,90 Euro dauerhaft.
Wie hoch ist die Einlagensicherung beim Comdirect Tagesgeld Plus?
Einlagen sind über die gesetzliche deutsche Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro pro Person abgesichert. Darüber hinaus ist Comdirect Mitglied im freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken, der Einlagen bis zu fünf Millionen Euro zusätzlich schützt.
Wie hoch sind aktuell die besten Tagesgeld- und Festgeldzinsen, und worauf sollten Anleger beim Vergleich achten?
Bei ausgewählten sicheren Banken sind beim Tagesgeld derzeit Zinsen von bis zu 4 Prozent möglich, während Festgeld mit festen Laufzeiten von einem Monat bis zu zehn Jahren ebenfalls attraktive Konditionen bietet. Neben der Zinshöhe sollten Anleger stets die Einlagensicherung (gesetzlich bis 100.000 Euro pro Kunde und Institut in der EU) sowie die Seriosität der Bank prüfen. Festgeld eignet sich besonders für Anleger, die auf kurzfristige Verfügbarkeit verzichten können und von stabilen Zinssätzen unabhängig von Marktschwankungen profitieren möchten.
Unter welchen Voraussetzungen erhalten Eltern Kindergeld, und wie wird es beantragt?
In Deutschland haben Eltern Anspruch auf Kindergeld von 259 Euro pro Kind und Monat, sofern das Kind unter 18 Jahre alt ist, im Haushalt lebt und der Wohnsitz der Eltern in Deutschland oder bestimmten europäischen Ländern liegt. Die Zahlung ist einkommensunabhängig und wird stets nur an eine Person ausgezahlt. Der Antrag kann online über die Familienkasse gestellt werden; Inhaber einer Bund-ID können ihn direkt digital ohne Unterschrift einreichen.
Wann besteht Anspruch auf Kindergeld für volljährige oder behinderte Kinder, und welche Nachweise sind erforderlich?
Kindergeld kann für Kinder zwischen 18 und 25 Jahren unter bestimmten Voraussetzungen – etwa während einer Ausbildung oder eines Studiums – weiter bezogen werden; Änderungen der Lebenssituation sind der Familienkasse unverzüglich zu melden. Für Kinder mit einer Behinderung, die vor dem 25. Geburtstag eingetreten ist und die Selbstversorgung dauerhaft verhindert, kann Kindergeld auch über das 25. Lebensjahr hinaus gezahlt werden. Als Nachweise genügen in der Regel der Schwerbehindertenausweis, alternativ ein Feststellungsbescheid des Versorgungsamtes, ein Rentenbescheid oder ein ärztliches Gutachten.
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Martin: Herzlich willkommen bei Geld und Alltag, ich bin Martin. Heute schauen wir uns ein paar Themen an, die viele von euch direkt betreffen: Zinsen aufs Ersparte, und was mit dem Kindergeld ist, wenn Kinder erwachsen werden. Mit dabei ist wie immer Nina. Hallo Nina.
Nina: Hallo Martin, schön wieder dabei zu sein.
Martin: Fangen wir mit dem Thema Sparzinsen an. Da hat sich in den letzten Monaten wirklich einiges getan. Wer Geld auf einem klassischen Sparkonto liegen hat, bekommt dort oft noch immer so gut wie nichts. Aber auf dem Tagesgeldmarkt sieht das inzwischen deutlich anders aus.
Nina: Wie viel ist denn gerade realistisch?
Martin: Aktuelle Vergleiche zeigen, dass ausgewählte Banken beim Tagesgeld inzwischen bis zu vier Prozent Zinsen im Jahr anbieten. Das klingt erstmal nicht spektakulär, aber wenn man überlegt, dass es vor zwei Jahren oft noch null Komma null Prozent gab, ist das ein erheblicher Unterschied.
Nina: Vier Prozent auf einem Tagesgeldkonto, das ist schon spürbar. Was muss ich dabei beachten?
Martin: Zwei Dinge vor allem. Erstens: Die Angebote unterscheiden sich stark. Manche Banken locken mit einem Aktionszins für Neukunden, der nach ein paar Monaten deutlich sinkt. Das ist kein Betrug, aber man sollte es wissen. Ein Beispiel ist die Comdirect, die bietet Neukunden für die ersten sechs Monate einen Aktionszins von eineinhalb Prozent, danach fällt er auf 0,75 Prozent. Das ist also kein dauerhaftes Angebot.
Nina: Eineinhalb Prozent klingt im Vergleich zu vier Prozent aber recht wenig.
Martin: Genau, deswegen lohnt sich ein Vergleich. Wer wirklich das Beste herausholen will, sollte nicht einfach bei der erstbesten Bank bleiben. Vergleichsportale oder unabhängige Finanzmedien listen regelmäßig die aktuell besten Angebote auf. Wichtig ist dabei aber immer: Nicht nur auf den Zinssatz schauen, sondern auch auf die Einlagensicherung.
Nina: Was bedeutet Einlagensicherung nochmal genau?
Martin: Das ist der Schutz, den du als Kundin hast, wenn eine Bank in Schwierigkeiten gerät. In Deutschland und der gesamten EU sind Einlagen bis zu 100.000 Euro pro Person und pro Institut gesetzlich geschützt. Das heißt, selbst wenn die Bank pleitegeht, bekommst du bis zu diesem Betrag dein Geld zurück. Manche Banken haben zusätzlich noch freiwillige Sicherungssysteme, die über diese Grenze hinausgehen.
Nina: Also wer mehr als 100.000 Euro auf einem Konto hat, sollte das auf mehrere Banken aufteilen?
Martin: So wird es von Verbraucherschützern oft empfohlen, ja. Für die meisten Haushalte ist die 100.000-Euro-Grenze aber ohnehin kein Thema im Alltag.
Nina: Stimmt. Und was ist mit Festgeld? Das höre ich immer wieder als Alternative.
Martin: Festgeld ist quasi die unflexiblere, aber planbarere Variante. Man legt einen Betrag für eine feste Laufzeit an, das kann ein Monat sein oder auch mehrere Jahre, und bekommt dafür einen festen Zinssatz, der sich während der Laufzeit nicht ändert. Egal was am Markt passiert.
Nina: Klingt gut, aber was ist der Haken?
Martin: Man kommt während der Laufzeit nicht an das Geld ran. Oder nur unter Verlust von Zinsen. Wer also nicht sicher ist, ob er das Geld in den nächsten zwölf Monaten vielleicht doch braucht, sollte lieber beim flexiblen Tagesgeld bleiben. Festgeld eignet sich eher für Beträge, bei denen man sicher sagen kann: Das brauche ich erstmal nicht.
Nina: Und die Zinsen darauf werden dann auch versteuert, oder?
Martin: Ja, Zinserträge unterliegen der Abgeltungssteuer, das sind 25 Prozent. Aber es gibt einen Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro pro Jahr für Einzelpersonen, bei Ehepaaren sind es 2.000 Euro. Bis zu diesem Betrag bleiben Zinserträge steuerfrei. Wer das nicht automatisch nutzt, sollte bei seiner Bank einen Freistellungsauftrag einrichten.
Nina: Freistellungsauftrag, das vergessen viele glaube ich.
Martin: Ja, das ist tatsächlich ein klassischer Punkt, der oft übersehen wird. Wer keinen Freistellungsauftrag gestellt hat, zahlt auch auf Erträge unterhalb des Pauschbetrags Steuern, kann das aber über die Steuererklärung zurückbekommen. [pauses] Kommen wir jetzt zum zweiten großen Thema heute: Kindergeld für Kinder, die 18 werden oder schon älter sind.
Nina: Das ist ein Thema, das viele Eltern überrascht, weil sie denken, mit 18 ist Schluss.
Martin: Genau das ist ein weit verbreiteter Irrtum. Das Kindergeld endet nicht automatisch mit dem 18. Geburtstag. Aktuell beträgt es 259 Euro pro Kind und Monat, und es kann unter bestimmten Voraussetzungen bis zum 25. Lebensjahr weitergezahlt werden.
Nina: Was sind das für Voraussetzungen?
Martin: Das Kind muss sich in einer Ausbildung oder einem Studium befinden, oder es sucht nach dem Schulabschluss einen Ausbildungsplatz und ist dabei noch nicht erfolgreich, oder es macht ein Freiwilliges Soziales Jahr oder ähnliches. Die Familienkasse, die das verwaltet, will wissen, in welcher Lebenssituation das Kind sich gerade befindet. Und Änderungen müssen unverzüglich gemeldet werden.
Nina: Was passiert, wenn man das vergisst zu melden?
Martin: Dann kann es zu Rückforderungen kommen. Wenn ein Kind zum Beispiel die Ausbildung abbricht und die Eltern das nicht melden, aber weiter Kindergeld beziehen, müssen sie das zurückzahlen. Das ist kein Kavaliersdelikt, das kann richtig teuer werden.
Nina: Und wie läuft das mit dem Antrag? Muss man da zur Behörde?
Martin: Nein, das geht inzwischen auch online. Wer eine sogenannte Bund-ID hat, also ein digitales Nutzerkonto für Behördengänge, kann den Antrag sogar ohne Unterschrift direkt digital einreichen. Das ist praktisch, vor allem wenn man berufstätig ist und keine Zeit für Behördengänge hat.
Nina: Gut zu wissen. Und was ist mit Kindern, die eine Behinderung haben und vielleicht nie wirklich erwerbstätig sein können?
Martin: Da gibt es eine wichtige Sonderregelung. Wenn ein Kind aufgrund einer Behinderung nicht in der Lage ist, seinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten, und diese Behinderung vor dem 25. Geburtstag eingetreten ist, dann können Eltern auch über das 25. Lebensjahr hinaus Kindergeld beziehen. Ohne zeitliche Obergrenze.
Nina: Das ist eine erhebliche finanzielle Entlastung für betroffene Familien.
Martin: Absolut. Und viele Familien wissen das nicht oder beantragen es nicht rechtzeitig. Für den Nachweis reicht in der Regel der Schwerbehindertenausweis. Alternativ geht auch ein Feststellungsbescheid des Versorgungsamtes, ein Rentenbescheid oder ein ärztliches Gutachten, das die Auswirkungen auf die Erwerbsfähigkeit dokumentiert.
Nina: Also wer unsicher ist, ob sein Kind Anspruch hat, sollte sich direkt an die Familienkasse wenden?
Martin: Genau, die Familienkasse ist die richtige Anlaufstelle. Auch die Verbraucherzentralen können bei Fragen helfen, wenn es darum geht, welche Unterlagen man braucht oder ob ein Anspruch besteht. Es lohnt sich auf jeden Fall nachzufragen, denn 259 Euro im Monat sind eine spürbare Unterstützung.
Nina: Ja, das ist kein kleiner Betrag.
Martin: Gut. Dann fassen wir kurz zusammen, was wir heute besprochen haben. Beim Tagesgeld lohnt sich aktuell ein Vergleich, weil die Zinsen zwischen den Anbietern stark auseinandergehen. Bis zu vier Prozent sind möglich, aber Aktionsangebote für Neukunden laufen oft nach wenigen Monaten aus. Wer Festgeld erwägt, sollte sicher sein, dass er das Geld für die Laufzeit entbehren kann. Und beim Kindergeld gilt: Es endet nicht automatisch mit 18. Wer ein Kind in Ausbildung oder Studium hat, sollte prüfen, ob der Anspruch weiterläuft, und Änderungen immer sofort melden. Für Familien mit Kindern mit Behinderung gibt es unter Umständen auch nach dem 25. Geburtstag noch Kindergeld. Das war Geld und Alltag für heute. Vielen Dank fürs Zuhören, und bis zur nächsten Folge.
Nina: Danke Martin, und an alle Hörerinnen und Hörer: Schaut mal nach, ob ihr einen Freistellungsauftrag gestellt habt und ob das Kindergeld bei euch noch aktuell ist. Kleine Checks, die sich lohnen können.
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