KI-Sicherheit im Fokus: Geteilte Accounts, Agenten-Kontrolle und AI-Act-Pflichten (21.08.2026)
Geteilte KI-Accounts, gefährliche ChatGPT-iMessages und Kennzeichnungspflicht durch den EU AI Act: Diese Woche geht's um Sicherheit und Regeln rund um KI. Außerdem: Workshops zu Automatisierung und Copilot-Agents sowie Tipps gegen Doomjobbing und E-Mail-Chaos.
In dieser Folge
- 01
Warum das Teilen von KI-Accounts riskant ist
Basic ThinkingUm teure Abo-Gebühren für KI-Chatbots wie ChatGPT, Claude oder Gemini zu sparen, teilen viele Nutzer ihren Account mit Familie oder Freunden – dabei verstößt dies bei den meisten Anbietern gegen die Nutzungsbedingungen und kann zur Sperrung führen. Zudem können persönliche Chatverläufe, sensible Informationen und sogar Zahlungsdaten für Mitnutzende sichtbar werden, was den geteilten Zugang zu einem ernsten Datenschutz- und Sicherheitsrisiko macht. Darüber hinaus kann die gemeinsame Nutzung die Personalisierung des Accounts durcheinanderbringen und dadurch die Qualität der KI-Antworten verschlechtern.
Original - 02
Keeper Security integriert seinen Secrets Manager über einen zertifizierten Connector in Azure Logic Apps. Berechtigungen lassen sich zur Laufzeit abrufen und verwalten. Für Systemhäuser entsteht ein Ansatz für sichere Workflow-Automatisierung.
IT BusinessKeeper Security integriert seinen Secrets Manager über einen zertifizierten Connector in Azure Logic Apps. Berechtigungen lassen sich zur Laufzeit abrufen und verwalten. Für Systemhäuser entsteht ein Ansatz für sichere Workflow-Automatisierung.
Original - 03
iX-Workshop zeigt Automatisierung von Geschäftsprozessen mit Make.com und n8n
HeiseEin zweitägiger Online-Workshop vermittelt praxisnah, wie Unternehmen mithilfe von Make.com und n8n Geschäftsprozesse automatisieren und dabei KI-Agenten ohne eigene Programmierkenntnisse einsetzen können. Teilnehmer verbinden verschiedene Datenquellen wie E-Mail-Systeme oder CRM-Systeme, entwickeln eigene Multi-Agenten-Systeme und lernen, Aufgaben zwischen spezialisierten Agenten etwa für Support, Datenaufbereitung oder Marketing zu verteilen. Geleitet wird der auf maximal 16 Personen begrenzte Kurs von Trainer Thorsten Vellmerk und findet am 12. und 13. Oktober 2026 statt, wobei bis zum 14. September 2026 ein Frühbucherrabatt gilt.
Original - 04
ChatGPT kann jetzt iMessages verschicken: Warum das riskant ist
t3nOpenAI hat ein neues Plug-in vorgestellt, mit dem ChatGPT auf dem Mac Nachrichten in Apples iMessage durchsuchen, beantworten, versenden und sogar Termine oder Geburtstage aus dem Chatverlauf in den Kalender eintragen kann. Das Feature ist bislang nur für ChatGPT Work und Codex am Desktop verfügbar und soll laut OpenAI ausschließlich lokal arbeiten, ohne dass ein Nachrichtenindex erstellt wird. Datenschützer und Nutzer sehen die Integration jedoch kritisch, da sensible Kommunikationsdaten damit potenziell OpenAIs Server erreichen und Apples bisheriger Anspruch auf besonders geschützte Kommunikation dadurch aufgeweicht wird.“}
Original - 05
Google DeepMind stellt AI Control Roadmap zur Absicherung von KI-Agenten vor
Google DeepMind BlogGoogle DeepMind hat mit der AI Control Roadmap ein Sicherheitsframework entwickelt, das interne KI-Agenten trotz möglicherweise unvollständigem Alignment kontrollierbar machen soll. Der Ansatz kombiniert klassische Sicherheitsmaßnahmen wie Sandboxing mit einer systemischen Absicherungsebene, die auf dem MITRE-ATT&CK-Modell basiert und KI-Agenten als potenzielle Insider-Bedrohungen behandelt, wobei Rechte je nach nachgewiesenem Verhalten gestaffelt vergeben werden. Anhand von Metriken wie Erkennungsrate, Reaktionszeit und der Analyse von über einer Million überwachter Coding-Agent-Aufgaben verfeinert das Unternehmen seine Schutzmechanismen und veröffentlicht zusätzlich das Papier „Three Layers of Agent Security“, um Industrie, Politik und Wissenschaft für eine gemeinsame Sicherheitsstrategie im Umgang mit KI-Agenten zu gewinnen.
Original - 06
Mit dem EU AI Act gilt seit dem 2. August: Bestimmte KI-generierte Inhalte müssen gekennzeichnet werden. Wer das versäumt, riskiert Bußgelder. Doch wer genau ist betroffen, und welche Regeln gelten im Detail?
IT BusinessMit dem EU AI Act gilt seit dem 2. August: Bestimmte KI-generierte Inhalte müssen gekennzeichnet werden. Wer das versäumt, riskiert Bußgelder.
Original - 07
Test: KI-generierte Videospiele mit Claude enttäuschen im Praxischeck
t3nMit dem sogenannten Gauntlet-Loop lässt sich die KI Claude Opus 5 dazu bringen, aus einem einzigen Prompt komplette Spiele wie Shooter, Rennspiele oder Taktiktitel zu erstellen, die bekannte Vorlagen wie Call of Duty, Mario Kart oder Zelda kopieren. Ein t3n-Test von zehn dieser Spiele zeigt jedoch massive Mängel bei Balancing, Steuerung, Kollisionsabfrage und visueller Qualität, sodass die Titel kaum über Prototypen-Niveau hinauskommen. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass KI-Tools zwar beim reinen Coding punkten können, beim Zusammenspiel von Kreativität und Spieldesign aber weiterhin auf bestehende Konzepte angewiesen sind und bislang nur freudlosen KI-Slop produzieren.
Original - 08
Neuer heise-Classroom: M365 Copilot-Agents mit Copilot Studio und Foundry entwickeln
HeiseHeise bietet einen überarbeiteten Classroom zu Microsoft 365 Copilot an, der Teilnehmenden vermittelt, wie sie über einfache Chatbot-Funktionen hinaus agentische Anwendungen entwickeln und unternehmensweit einsetzen können. Ausgehend von Grundlagen zu LLMs, Prompts und RAG entwickeln die Teilnehmenden gemeinsam mit einem Experten einen eigenen Copilot-Agenten, der zunächst in Copilot Studio mit Workflows erweitert und anschließend in Foundry als KI-Backend integriert wird. Abschließend behandelt der Kurs Security, Governance und Skalierung von KI-Projekten, unter anderem anhand von Zero-Trust-Prinzipien und einer 30-60-90-Tage-Roadmap; die fünf Termine finden zwischen dem 26. Oktober und 23. November 2026 statt und beinhalten Aufzeichnungen sowie Materialien zur Nachbereitung.
Original - 09
I'm a LinkedIn career expert. Skip 'doomjobbing' and do this instead.
Business InsiderCatherine Fisher is a career expert at LinkedIn. LinkedIn LinkedIn's Catherine Fisher warns against "doomjobbing," or mass applying with no strategy. Fisher advises job searchers to start by researching where the jobs are.
Original - 10
Wie 100 Top-Manager ihre E-Mails im Griff behalten
Business InsiderBusiness Insider hat 100 Interviews mit CEOs und Gründern der Serie „Power Hours“ ausgewertet und dabei sieben wiederkehrende E-Mail-Strategien identifiziert. Viele Führungskräfte legen feste Zeitblöcke für ihr Postfach fest, halten Antworten kurz, delegieren oder automatisieren Teile ihrer Korrespondenz und setzen klare Feierabend-Grenzen, während einige wie Kevin O'Leary ganz auf E-Mails verzichten. Mark Cuban dagegen nutzt drei Telefone, um täglich rund 700 E-Mails effizient mit kurzen Antworten und Gmail-Vorschlägen zu bewältigen, anstatt sie zu vermeiden.
Original
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Original
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Lukas: Herzlich willkommen zu KI im echten Leben. Mein Name ist Lukas, und wie immer sitzt mir Clara gegenüber, die mit dem geschulten Praxis-Blick auf alles schaut, was gerade in der KI-Welt passiert. Schön, dass du da bist, Clara.
Clara: Hallo Lukas, freut mich. Und ich hab schon gesehen, die Liste heute ist wieder ziemlich vollgepackt.
Lukas: Ist sie. Wir starten mit was, das wirklich jeden betrifft, der ein KI-Abo hat. Es geht um geteilte Accounts bei ChatGPT, Claude oder Gemini.
Clara: Oh ja, das kenn ich. Ehrlich gesagt hab ich selbst schon überlegt, mein ChatGPT Plus mit meinem Partner zu teilen, einfach weil zwei Abos doppelt so teuer sind.
Lukas: Genau das Muster beschreibt Basic Thinking. Aber es gibt zwei Probleme. Erstens verstößt das bei den meisten Anbietern gegen die Nutzungsbedingungen, im schlimmsten Fall wird der Account gesperrt. Zweitens, und das ist eigentlich das größere Problem, landen im Chatverlauf oft ziemlich private Dinge.
Clara: Stimmt, wenn ich ehrlich bin, frage ich ChatGPT auch mal Sachen, die ich niemandem zeigen würde. Gesundheitsfragen, Streit mit dem Chef, sowas.
Lukas: Und wenn dann jemand anderes eingeloggt ist, sieht der plötzlich deinen kompletten Verlauf. Bei manchen Diensten sogar Zahlungsdaten, wenn sie im selben Account gespeichert sind.
Clara: Das ist schon ein handfestes Datenschutzrisiko, nicht nur Kleingedrucktes. Und was mich überrascht: Es verschlechtert sogar die Qualität der Antworten, oder?
Lukas: Ja, weil die Personalisierung durcheinandergerät. Die KI lernt aus deinem Verlauf, was für dich relevant ist. Wenn da zwei völlig unterschiedliche Personen reinschreiben, bekommst du am Ende Antworten, die zu keinem von beiden richtig passen.
Clara: Also lieber die Familienlizenz nehmen, wenn's die gibt, statt zu teilen und zu hoffen, dass es keiner merkt.
Lukas: Genau das ist der praktische Tipp. Kommen wir zu etwas, das eher für Unternehmen relevant ist, aber im gleichen Themenfeld liegt: Sicherheit bei KI-gestützten Workflows. Keeper Security integriert seinen Secrets Manager jetzt über einen zertifizierten Connector in Azure Logic Apps.
Clara: Sag mal in einfachen Worten, was das bedeutet. Ich bin ja die, die immer fragt, was das für den normalen Betrieb bringt.
Lukas: Klar. Secrets Manager verwaltet Passwörter, API-Schlüssel, Zugangsdaten. Wenn du jetzt Prozesse automatisierst, zum Beispiel mit KI-Agenten, die auf verschiedene Systeme zugreifen müssen, brauchen die irgendwo diese Zugangsdaten. Der Connector sorgt dafür, dass Berechtigungen erst zur Laufzeit abgerufen werden, nicht fest eingebaut im Workflow.
Clara: Ah, also nicht dass irgendwo im Code ein Passwort rumliegt, das jeder sehen könnte.
Lukas: Exakt. Und für Systemhäuser, die für Mittelständler solche Automatisierungen bauen, ist das ein konkreter Baustein für sichere Workflow-Automatisierung, ohne dass man das Rad neu erfinden muss.
Clara: Das ist eine von den Meldungen, die unspektakulär klingen, aber im Alltag von IT-Abteilungen wirklich Gewicht haben. Kein Hype, aber solide Infrastruktur.
Lukas: Genau, und da passt der nächste Punkt gut dazu. Heise bietet einen iX-Workshop an, bei dem Unternehmen lernen, mit Make.com und n8n Geschäftsprozesse zu automatisieren, inklusive KI-Agenten, ganz ohne eigene Programmierkenntnisse.
Clara: Das ist ja genau die Zielgruppe, über die wir hier ständig sprechen. Mittelstand, Selbstständige, Leute, die keine eigene Entwicklungsabteilung haben.
Lukas: Der Workshop läuft zwei Tage, geleitet von Thorsten Vellmerk, maximal sechzehn Teilnehmer, Termin ist der zwölfte und dreizehnte Oktober 2026. Man verbindet E-Mail-Systeme, CRM-Systeme, und baut eigene Multi-Agenten-Systeme, wo Aufgaben zwischen spezialisierten Agenten verteilt werden, etwa für Support oder Marketing.
Clara: Das klingt für mich nach dem eigentlichen Trend hinter dem Trend. Nicht ein einzelner Chatbot, sondern mehrere Agenten, die sich Aufgaben aufteilen wie ein kleines Team.
Lukas: Richtig, und das Interessante ist, dass so ein Workshop genau die Lücke schließt zwischen 'ich hab von KI-Agenten gehört' und 'ich hab tatsächlich einen laufen'.
Clara: Ich bin da trotzdem vorsichtig optimistisch. Ein Zwei-Tages-Kurs macht aus dir noch keinen Automatisierungsprofi. Aber als Einstieg, um zu verstehen, was überhaupt möglich ist, klingt das sinnvoll.
Lukas: Wechseln wir zu etwas, das schon ziemlich viel Diskussion ausgelöst hat. OpenAI hat ein Plug-in vorgestellt, mit dem ChatGPT auf dem Mac iMessages durchsuchen, beantworten und sogar Termine automatisch in den Kalender eintragen kann.
Clara: [pauses] Okay, da klingelt bei mir sofort die Alarmglocke. iMessage war doch immer das Beispiel für besonders geschützte Kommunikation bei Apple.
Lukas: Genau das ist der Punkt. OpenAI sagt, das Feature arbeitet lokal, es wird kein Nachrichtenindex angelegt. Bisher ist es auch nur für ChatGPT Work und Codex am Desktop verfügbar, also nicht für jeden Privatnutzer.
Clara: Aber wenn ich ChatGPT bitte, eine Nachricht zu beantworten, muss der Inhalt der Nachricht doch irgendwie zur KI, oder? Sonst kann sie ja nicht antworten.
Lukas: Genau da liegt die Kritik von Datenschützern. Selbst wenn nichts dauerhaft gespeichert wird, erreicht der Nachrichteninhalt in dem Moment der Verarbeitung potenziell OpenAIs Server. Und damit weicht sich Apples bisheriger Anspruch, dass iMessage besonders geschützt ist, ein Stück auf.
Clara: Für mich klingt das nach einem Feature, das ich vielleicht in der Theorie praktisch finde, Geburtstage automatisch in den Kalender, klar, nett. Aber ich würde es an meinem eigenen Handy erst mal nicht aktivieren.
Lukas: Das ist auch mein Eindruck. Praktisch, aber genau die Art von Bequemlichkeit, bei der man zweimal überlegen sollte, was man dafür eintauscht.
Clara: Bleiben wir kurz bei Sicherheit, aber auf einer anderen Ebene. Google DeepMind hat ja auch was vorgestellt, richtig?
Lukas: Ja, die AI Control Roadmap. Das ist ein Sicherheitsframework für interne KI-Agenten, also die Agenten, die DeepMind selbst einsetzt, zum Beispiel für Coding-Aufgaben.
Clara: Und die Grundidee ist, dass man den Agenten nicht blind vertraut, auch wenn sie eigentlich gut abgestimmt sein sollen?
Lukas: Genau, sie gehen davon aus, dass das Alignment möglicherweise unvollständig ist. Deshalb kombinieren sie klassisches Sandboxing mit einer systemischen Ebene, die auf dem MITRE-ATT&CK-Modell basiert, dem Standard-Framework für Cyberbedrohungen. KI-Agenten werden dabei praktisch wie potenzielle Insider-Bedrohungen behandelt.
Clara: Das ist ein interessanter Gedankensprung. Man behandelt die eigene KI wie einen Mitarbeiter, dem man nicht komplett vertraut, und gibt ihr Rechte nur gestaffelt, je nachdem wie sie sich verhält.
Lukas: Genau, und das basiert auf handfesten Daten, über eine Million überwachte Coding-Agent-Aufgaben wurden analysiert, mit Metriken wie Erkennungsrate und Reaktionszeit. Sie haben dazu auch ein Papier veröffentlicht, 'Three Layers of Agent Security', um Industrie und Politik für eine gemeinsame Strategie zu gewinnen.
Clara: Das zeigt mir, dass die großen Player selbst nicht naiv unterwegs sind. Wenn DeepMind ihre eigenen Agenten so vorsichtig behandelt, sollten Unternehmen, die KI-Agenten einführen, das genauso tun.
Lukas: Ein guter Übergang zur Regulierung, denn seit dem zweiten August gilt im Rahmen des EU AI Act eine Kennzeichnungspflicht für bestimmte KI-generierte Inhalte.
Clara: Das ist eine von den Regeln, bei der ich immer denke, gut gemeint, aber wer weiß eigentlich genau, wen das betrifft?
Lukas: Berechtigte Frage. Grundsätzlich geht es um Inhalte, die täuschend echt wirken könnten, also zum Beispiel Deepfakes oder KI-generierte Texte, die wie journalistische Berichte aussehen. Wer das nicht kennzeichnet, riskiert Bußgelder.
Clara: Und was heißt das für jemanden, der als Selbstständiger mit KI Social-Media-Bilder erstellt oder ein kleines Unternehmen, das KI-Texte für die Webseite nutzt?
Lukas: Das ist genau die Grauzone, über die aktuell viel diskutiert wird. Die Details, wer konkret betroffen ist und wie genau gekennzeichnet werden muss, sind noch nicht in jedem Fall glasklar. Aber die Grundregel ist: Wenn Verwechslungsgefahr mit echten Inhalten besteht, sollte man kennzeichnen.
Clara: Also lieber einmal zu viel kennzeichnen als einmal zu wenig, wenn man auf Nummer sicher gehen will.
Lukas: Das wäre mein Rat, ja. Jetzt zu etwas, das mich persönlich amüsiert hat. t3n hat getestet, wie gut Claude komplette Videospiele aus einem einzigen Prompt bauen kann.
Clara: Oh, das will ich hören. Der große Traum, ich tippe einen Satz und bekomme Call of Duty.
Lukas: So ungefähr, mit dem sogenannten Gauntlet-Loop lässt sich Claude Opus 5 dazu bringen, Shooter, Rennspiele oder Taktiktitel zu bauen, die bekannte Vorlagen kopieren, Mario Kart, Zelda und ähnliches.
Clara: Und wie war das Ergebnis im echten Test?
Lukas: Zehn Spiele wurden getestet, und das Fazit war ziemlich ernüchternd. Massive Probleme beim Balancing, bei der Steuerung, bei der Kollisionsabfrage, und optisch kaum über Prototypen-Niveau hinaus.
Clara: [laughs] Das überrascht mich ehrlich gesagt nicht. Coding ist eine Sache, aber Spieldesign braucht Gefühl für Timing, Balance, Spaß. Das ist nicht nur Code, das ist Kreativität mit Feinschliff.
Lukas: Der Artikel bringt es ziemlich treffend auf den Punkt, man nennt es freudlosen KI-Slop. Die KI kann zwar coden, aber beim Zusammenspiel von Kreativität und Konzept fehlt einfach die menschliche Erfahrung.
Clara: Das ist übrigens ein gutes Gegengewicht zu den ganzen Meldungen, wo alles immer nur nach vorne geht. Manchmal ist der Praxistest eben einfach ein Realitätscheck.
Lukas: Absolut. Und wo wir bei Praxis sind, es gibt auch wieder einen Weiterbildungs-Termin, der zu unserem heutigen Fokus passt. Heise bietet einen Classroom zu Microsoft 365 Copilot an, bei dem man lernt, eigene Copilot-Agenten mit Copilot Studio und Foundry zu entwickeln.
Clara: Das geht dann über die reine Chatbot-Nutzung hinaus, oder?
Lukas: Genau, man startet bei Grundlagen zu LLMs, Prompts und RAG, entwickelt dann gemeinsam mit einem Experten einen eigenen Agenten, der zunächst mit Workflows in Copilot Studio erweitert wird und dann in Foundry als Backend läuft. Zum Schluss geht's um Security, Governance und eine 30-60-90-Tage-Roadmap.
Clara: Das klingt schon eher für größere Unternehmen gemacht, mit eigener IT-Abteilung, die sowas dann auch betreiben kann.
Lukas: Das stimmt, das ist weniger der Einsteigerkurs für Selbstständige, eher für Firmen, die Copilot schon im Einsatz haben und jetzt den nächsten Schritt gehen wollen, von Chat zu echten Agenten mit Zugriff auf interne Systeme.
Clara: Gut, dann wechseln wir mal komplett das Feld, weg von Tools, hin zu was ganz Menschlichem. Der LinkedIn-Karriereexpertin-Artikel.
Lukas: Genau, Catherine Fisher warnt vor sogenanntem Doomjobbing, also massenhaft Bewerbungen rausschicken ohne echte Strategie.
Clara: Das kenn ich aus Gesprächen mit Freunden, die gerade auf Jobsuche sind. Mit KI-Tools kann man ja in fünf Minuten hundert Bewerbungen anpassen und rausschicken.
Lukas: Und genau das rät sie ab. Statt in Masse zu denken, empfiehlt sie, erst zu recherchieren, wo die Jobs überhaupt sind, welche Branchen wachsen, wo echte Nachfrage besteht, bevor man überhaupt eine Bewerbung schreibt.
Clara: Das ist eigentlich eine interessante Randnotiz zu KI im Arbeitsleben. Die Tools machen es leichter, schnell zu handeln, aber leichter heißt nicht automatisch klüger.
Lukas: Guter Punkt. Und zum Schluss noch etwas sehr Konkretes aus dem Alltag von Führungskräften. Business Insider hat hundert Interviews mit CEOs ausgewertet und sieben E-Mail-Strategien gefunden.
Clara: Da bin ich neugierig, weil E-Mail-Flut ist ja bei praktisch jedem ein Thema, nicht nur bei CEOs.
Lukas: Viele legen feste Zeitblöcke für ihr Postfach fest, halten Antworten kurz, delegieren oder automatisieren Teile der Korrespondenz, und setzen klare Feierabend-Grenzen. Manche wie Kevin O'Leary verzichten sogar komplett auf E-Mails.
Clara: Und dann gibt's bestimmt den Gegenentwurf, oder?
Lukas: [laughs] Genau, Mark Cuban nutzt drei Telefone gleichzeitig und beantwortet rund siebenhundert E-Mails am Tag, kurz und mit Gmails automatischen Antwortvorschlägen.
Clara: Siebenhundert am Tag, das ist schon eine andere Liga. Aber das Interessante ist, dass hier KI eigentlich nur als kleines Werkzeug im Hintergrund läuft, die Vorschläge, die Automatisierung, nichts Revolutionäres, aber es spart im Alltag messbar Zeit.
Lukas: Und das ist eigentlich eine schöne Zusammenfassung von dem, was wir heute besprochen haben. Von riskantem Account-Teilen über Sicherheitsframeworks bei Agenten bis zu kleinen Automatisierungen im Postfach, KI im Alltag zeigt sich selten als große Revolution, sondern meistens als viele kleine praktische Entscheidungen.
Clara: Genau, und der rote Faden für mich heute war: Bequemlichkeit hat fast immer einen Preis, sei es Datenschutz, Sicherheit oder einfach Qualität. Es lohnt sich, genau hinzuschauen, bevor man ein neues Feature aktiviert oder einen Prozess automatisiert.
Lukas: Dem schließe ich mich an. Danke Clara, für den Praxis-Check, und danke euch da draußen fürs Zuhören. Bis zur nächsten Ausgabe von KI im echten Leben.
Clara: Bis bald, und bleibt kritisch beim nächsten Klick auf 'Erlauben'.
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