KI-Agenten, Mechanical Turk und die Flut der KI-Webseiten (26.08.2026)
KI-Agenten im Fokus: Arga Labs trainiert sie besser, Perplexity bringt sie auf lokale Nvidia-Hardware – und Studien zeigen, dass schon jede dritte neue Webseite von Chatbots stammt. Plus: Amazon beerdigt Mechanical Turk nach 20 Jahren.
In dieser Folge
- 01
Arga Labs is building a better way to train enterprise AI agents
Techcrunch AIArga has raised $10 million in a seed funding round that was led by General Catalyst, with participation from Box Group, Emergence, Gradient and SV Angel.
Original - 02
Perplexity bringt KI-Agent mit „Portable Computer“ auf lokale Nvidia-Hardware
HeiseKein Cloud-Zwang, keine Token-Kosten für lokale Aufgaben: Perplexity startet den KI-Agenten „Portable Computer“ – mit hohen Hardware-Hürden.
Original - Original03
Securing the future of AI agents
Google DeepMind Blog - 04
KI-Update kompakt: OpenAI-Chip Jalapeño, Bosch-Roboter, Militär-KI und AIS.Chat an Schulen
HeiseOpenAI hat seine Aktivitätsverfolgung „Computer History“ in Deutschland freigeschaltet und stellte mit „Jalapeño“ einen eigenen, laut Benchmarks Nvidia übertreffenden Inferenz-Chip vor, während Bosch ab Sommer in Bühl KI-gesteuerte Humanoid-Roboter für Schaeffler fertigen will. Zudem erhält Großbritannien Zugriff auf ukrainische Militärdaten für KI-Training, Hugging Face prüft einen Milliardenverkauf, und Sachsen-Anhalts Schulen setzen künftig auf den Chatbot AIS.chat. Weitere Themen sind eine Bitkom-Umfrage zu Haushaltsrobotern, eine Sammelklage gegen Twitch wegen KI-Training mit Streamer-Videos sowie Forderungen der Gesellschaft für Informatik nach Rechtssicherheit für Sicherheitsforscher.
Original - 05
Amazon schließt Gig-Working-Plattform Mechanical Turk nach über 20 Jahren
t3nAmazon beendet zum 30. September 2026 den Betrieb seiner 2005 gegründeten Plattform Mechanical Turk, über die Nutzer:innen einfache digitale Aufgaben wie Datenkennzeichnung oder Transkription gegen geringe Bezahlung erledigen konnten. Als Grund gilt, dass viele dieser Aufgaben inzwischen von KI-Tools schneller und effektiver übernommen werden, zumal laut einer Studie ohnehin ein erheblicher Teil der Gig-Worker selbst KI zur Erledigung nutzte. Zudem ist mit Anbietern wie Scale AI, Mercor und Prolific gezielte Konkurrenz für KI-Trainingsaufgaben entstanden, während die Nutzerzahl von Mechanical Turk zuletzt stark zurückging.
Original - 06
KI-Startup Runable sammelt 21 Millionen Dollar ein, um Unternehmen nicht nur aufzubauen, sondern wachsen zu lassen
Techcrunch AIDas indische Startup Runable hat in einer von Susquehanna Venture Capital und Nexus Venture Partners angeführten Series-A-Runde 21 Millionen Dollar erhalten und wird damit mit 65 Millionen Dollar bewertet. Anders als reine Coding-Plattformen wie Cursor oder Lovable will Runable Kleinunternehmen nicht nur beim Erstellen von Websites und Apps unterstützen, sondern auch beim Kundengewinn, indem der KI-Agent Werbekampagnen, Social-Media-Auftritte und SEO übernimmt. Mit rund 1,7 Millionen registrierten Nutzern vor allem in den USA, Großbritannien und Japan verzeichnet das Unternehmen zwar hohe Nutzung, kämpft laut CEO Umesh Kumar aber noch mit negativen Bruttomargen, da man die KI-Nutzung der Kunden subventioniert.
Original - 07
Nothing OS 5.0: Erster Blick auf den Android-17-Aufsatz
HeiseNothing hat mit NOS5 eine überarbeitete Version seines Android-Aufsatzes vorgestellt, die auf Android 17 basiert und zunächst als Beta für das Phone (3) erscheint, gefolgt von weiteren Modellen wie der (4a)-Reihe, (3a), (2a) und (4b) bis Januar; die älteren Phone (1) und (2) bleiben außen vor. Neben einer neuen Typografie, einem alternativen Homescreen-Design mit adaptivem Farbsystem und kuriosen Sticker-Widgets bringt das Update getrennte Schnelleinstellungen, neue Ziffernblätter für den Sperrbildschirm sowie überarbeitete Bluetooth- und QR-Code-Funktionen. Zudem wurden die Essential-KI-Tools erweitert, etwa durch schnellere Transkriptionen, Smart Collections, MCP-Unterstützung und einen KI-gestützten App-Builder, während Android 17 zusätzliche Funktionen wie plattformübergreifendes Quick Share und verbesserte Datenschutzeinstellungen mitbringt.
Original - 08
Verbraucherschützer warnen vor Lootbox-Sucht: Bis zu 50.000 Euro ausgegeben
HeiseDer Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) fordert von der EU verbindliche Regeln gegen Lootboxen und andere manipulative Spielmechaniken und veröffentlichte zur Gamescom 81 Erfahrungsberichte von Spielern, in denen Extremfälle mit Ausgaben von bis zu 50.000 Euro dokumentiert sind. Besonders betroffen sind Spiele wie EA Sports FC, Counter-Strike und League of Legends, wobei Ingame-Käufe 2024 in Deutschland rund 4,6 Milliarden Euro von insgesamt 5,5 Milliarden Euro Videospielumsatz ausmachten. Der vzbv verlangt, dass suchtfördernde Elemente standardmäßig deaktiviert sind und Minderjährige sie nicht selbst aktivieren können, und setzt dabei auf den geplanten Digital Fairness Act der EU-Kommission, der 2026 vorgelegt werden soll.
Original - 09
KI im Netz: Bereits jede dritte neue Webseite von Chatbots verfasst
t3nEine Studie des Pew Research Centers zeigt, dass ein wachsender Teil des Internets von KI-Tools erstellt wird. Auf Basis von Common-Crawl-Daten und dem Analysetool Open Pangram wiesen zehn Prozent aller untersuchten englischsprachigen Webseiten der letzten fünf Jahre Anzeichen von KI-Autorenschaft auf; klammert man Seiten aus der Zeit vor ChatGPT aus, steigt der Anteil sogar auf 35 Prozent. Am stärksten betroffen sind kommerzielle .com-Domains mit rund zehn Prozent KI-Anteil, während .edu- und .gov-Seiten mit jeweils einem Prozent noch weitgehend KI-frei sind.
Original - 10
Studie: 35 Prozent neuer Webseiten zeigen Spuren von künstlicher Intelligenz
golemEiner aktuellen Studie zufolge weist mittlerweile mehr als ein Drittel neu erstellter Webseiten Anzeichen für den Einsatz künstlicher Intelligenz auf. Der eigentliche Artikelinhalt zu den Hintergründen und Methoden der Untersuchung liegt jedoch nicht vor, da die Quelle lediglich Cookie- und Datenschutzhinweise der Webseite enthält.
Original
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KI im Netz: Bereits jede dritte neue Webseite von Chatbots verfasst
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Studie: 35 Prozent neuer Webseiten zeigen Spuren von künstlicher Intelligenz
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Häufige Fragen
Was macht Arga Labs und wie viel Kapital hat das Unternehmen eingesammelt?
Arga Labs entwickelt eine verbesserte Methode zum Training von Enterprise-KI-Agenten und hat in einer von General Catalyst angeführten Seed-Runde 10 Millionen Dollar erhalten, unter anderem mit Beteiligung von Box Group, Emergence, Gradient und SV Angel.
Was bietet Perplexitys neuer KI-Agent „Portable Computer“?
Perplexity hat mit „Portable Computer“ einen KI-Agenten vorgestellt, der lokal auf Nvidia-Hardware läuft, ohne Cloud-Zwang und ohne Token-Kosten für lokale Aufgaben – allerdings mit hohen Hardware-Anforderungen.
Warum stellt Amazon Mechanical Turk nach über 20 Jahren ein?
Amazon beendet die 2005 gegründete Plattform zum 30. September 2026, da viele der dort erledigten Aufgaben wie Datenkennzeichnung inzwischen von KI-Tools übernommen werden und spezialisierte Konkurrenten wie Scale AI oder Mercor entstanden sind, während die Nutzerzahlen stark zurückgingen.
Welchen Ansatz verfolgt das Startup Runable im Vergleich zu Coding-Plattformen wie Cursor oder Lovable?
Runable unterstützt Kleinunternehmen nicht nur beim Erstellen von Websites und Apps, sondern übernimmt mit seinem KI-Agenten auch Werbekampagnen, Social-Media-Auftritte und SEO zur Kundengewinnung; das Unternehmen sammelte dafür 21 Millionen Dollar in einer Series-A-Runde ein und wird mit 65 Millionen Dollar bewertet.
Welche zentralen KI-Entwicklungen zeigt das aktuelle KI-Update kompakt?
OpenAI hat mit „Jalapeño“ einen eigenen Inferenz-Chip vorgestellt, der laut Benchmarks Nvidia übertrifft, Bosch will ab Sommer KI-gesteuerte Humanoid-Roboter für Schaeffler fertigen, und Sachsen-Anhalts Schulen setzen künftig auf den Chatbot AIS.chat.
Vollständiges Transkript
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Lukas: Willkommen zu KI im echten Leben. Ich bin Lukas, und wie immer ist Clara bei mir, die für uns den Praxis-Check macht und schaut, was von den ganzen KI-Meldungen wirklich im Alltag ankommt.
Clara: Hallo zusammen. Und heute haben wir wieder einiges, wo ich sagen würde: spannend, aber lasst uns mal genau hinschauen, was das für normale Nutzer und Unternehmen bedeutet.
Lukas: Genau, fangen wir an mit einer Finanzierungsrunde, die mir aufgefallen ist. Arga Labs, ein Startup, hat zehn Millionen Dollar Seed-Finanzierung bekommen, angeführt von General Catalyst. Die bauen an einer besseren Methode, um Unternehmens-KI-Agenten zu trainieren.
Clara: Okay, aber was heißt das konkret? Trainieren Unternehmen nicht schon längst ihre eigenen Agenten mit den üblichen Tools?
Lukas: Genau da liegt wohl der Punkt. Viele Firmen basteln aktuell mit Standardmodellen, die nicht wirklich auf ihre internen Prozesse zugeschnitten sind. Arga will offenbar eine Infrastruktur bauen, mit der man Agenten gezielter auf firmenspezifische Abläufe trainieren kann, ohne dass man ein riesiges KI-Team braucht.
Clara: Das klingt für mich nach einem klassischen Mittelstands-Problem eigentlich. Große Konzerne haben die Ressourcen, sich das selbst zu bauen, aber ein Betrieb mit fünfzig Mitarbeitenden hat weder die Zeit noch das Know-how.
Lukas: Richtig, und genau da positionieren sich solche Startups. Ob's am Ende wirklich einfacher wird, müssen wir abwarten, zehn Millionen Seed-Funding sind ja erstmal nur der Anfang.
Clara: Ich bin da immer vorsichtig. Seed-Runde heißt: Idee vielversprechend, Produkt noch nicht final am Markt bewiesen. Da würde ich als Unternehmerin erstmal abwarten, bis es echte Referenzkunden gibt.
Lukas: Fairer Punkt. Kommen wir zu was Handfesterem, das man tatsächlich schon anfassen kann. Perplexity hat einen KI-Agenten namens Portable Computer vorgestellt, der lokal auf Nvidia-Hardware läuft, also ohne Cloud-Zwang.
Clara: Also kein Senden der Daten irgendwohin, sondern alles bleibt bei mir auf der Maschine? Das hört sich erstmal nach einem Datenschutz-Traum an.
Lukas: Genau das Argument bringt Perplexity auch. Keine Token-Kosten für lokale Aufgaben, keine Cloud-Abhängigkeit. Für Selbstständige oder kleine Teams, die sensible Daten haben, klingt das erstmal attraktiv.
Clara: Aber jetzt kommt mein Aber. Hohe Hardware-Hürden, stand in der Meldung. Was heißt das übersetzt? Man braucht wahrscheinlich eine ziemlich teure Grafikkarte, oder?
Lukas: Ja, genau das ist der Haken. Für so einen lokalen Agenten braucht man ordentlich Rechenleistung, also eine leistungsstarke Nvidia-GPU, die nicht jeder im Homeoffice unter dem Schreibtisch stehen hat.
Clara: Das ist für mich dann eher was für Firmen, die sich das leisten können, oder für richtige Tech-Enthusiasten. Für den durchschnittlichen Selbstständigen, der grad mal ein Laptop mit vier Jahren auf dem Buckel hat, ist das erstmal keine Option.
Lukas: Stimmt, aber es zeigt eine Richtung. Weg von reiner Cloud-Abhängigkeit, hin zu mehr lokaler Kontrolle. Das wird sicher noch günstiger werden mit der Zeit.
Clara: Klar, das ist immer die Hoffnung bei neuer Hardware. Aber im Moment würde ich sagen: spannender Trend, aber noch nicht alltagstauglich für die breite Masse.
Lukas: Passt eigentlich ganz gut zum nächsten Thema, denn da geht's genau um die Frage, wie man solche Agenten überhaupt sicher betreibt. Google DeepMind hat einen Blogpost veröffentlicht zum Thema, wie man die Zukunft von KI-Agenten sichert.
Clara: Also nicht Hardware-Sicherheit, sondern eher die Frage, was macht ein Agent eigentlich, wenn er autonom Entscheidungen trifft?
Lukas: Genau. Je mehr diese Agenten selbstständig handeln, E-Mails schreiben, Buchungen machen, Code deployen, desto wichtiger wird die Frage, wie man verhindert, dass sie Fehler machen oder manipuliert werden.
Clara: Und das ist doch eigentlich das, was mich bei Unternehmen am meisten interessiert. Wer testet das denn, bevor so ein Agent im Kundenservice oder in der Buchhaltung eingesetzt wird?
Lukas: DeepMind spricht da von Sicherheitsschichten, also Kontrollmechanismen, die verhindern sollen, dass ein Agent zu weitreichende Aktionen ohne menschliche Freigabe ausführt.
Clara: Das klingt vernünftig, aber ehrlich gesagt auch ein bisschen nach: Wir bauen erstmal die mächtige Technologie, und dann überlegen wir uns Sicherheitsregeln hinterher. Sollte das nicht eigentlich von Anfang an mitgedacht werden?
Lukas: Ich glaube, genau das versuchen sie jetzt zu adressieren, bevor Agenten wirklich in der Breite in Unternehmen laufen. Aber du hast recht, die Reihenfolge ist oft: erst Fähigkeiten, dann Kontrolle.
Clara: Für den Mittelstand heißt das für mich: Wenn ihr KI-Agenten einsetzt, testet die erstmal in einem geschützten Bereich, gebt ihnen nicht sofort Zugriff auf alles.
Lukas: Guter Praxistipp. Und damit sind wir auch schon bei einer Meldung, die zeigt, wie sich Arbeit durch KI tatsächlich schon verändert, ganz konkret. Amazon schließt nach über zwanzig Jahren seine Plattform Mechanical Turk.
Clara: Mechanical Turk, das war doch die Plattform, wo Leute für kleines Geld Mikro-Aufgaben erledigt haben, Daten kennzeichnen, Transkribieren, sowas.
Lukas: Genau, seit 2005 am Start, und jetzt macht Amazon zum dreißigsten September 2026 Schluss. Der Grund: viele dieser einfachen Aufgaben übernehmen inzwischen KI-Tools schneller und günstiger.
Clara: Das ist eigentlich eine ziemlich deutliche Ansage. Die Jobs, die früher Menschen für Cent-Beträge gemacht haben, damit KI überhaupt trainiert werden kann, werden jetzt selbst von KI erledigt.
Lukas: Und es kommt noch dazu, dass laut einer Studie ohnehin schon viele Gig-Worker selbst KI genutzt haben, um ihre Aufgaben zu erledigen. Also KI hat sich quasi selbst überflüssig gemacht in diesem Bereich.
Clara: [laughs] Das ist fast schon ironisch. Aber gleichzeitig ist mir wichtig zu sagen: das sind reale Menschen, die dadurch eine Einkommensquelle verlieren, auch wenn es nur ein Nebenverdienst war für viele.
Lukas: Absolut. Und der Markt verschiebt sich ja auch nicht komplett weg, sondern zu neuen Anbietern wie Scale AI, Mercor oder Prolific, die sich auf KI-Trainingsaufgaben spezialisiert haben.
Clara: Also die einfachen Aufgaben verschwinden, aber es entstehen neue, vielleicht anspruchsvollere Aufgaben rund ums KI-Training. Das ist für mich ein klares Beispiel, wie Automatisierung Jobs nicht einfach löscht, sondern verschiebt.
Lukas: Genau, und das betrifft nicht nur Gig-Worker, sondern strahlt auch in Richtung Wissensarbeiter aus. Wer heute einfache, repetitive digitale Aufgaben macht, sollte sich fragen, wie lange das noch gebraucht wird.
Clara: Guter Übergang eigentlich zum nächsten Punkt, denn da geht's ja genau um kleine Unternehmen und wie die von KI-Agenten profitieren sollen. Runable, ein indisches Startup, hat 21 Millionen Dollar in einer Series A eingesammelt.
Lukas: Ja, und die Bewertung liegt jetzt bei 65 Millionen Dollar. Das Interessante ist der Ansatz: Anders als Cursor oder Lovable, die vor allem beim Programmieren helfen, will Runable Kleinunternehmen auch bei der Kundengewinnung unterstützen.
Clara: Also nicht nur die Website bauen lassen, sondern auch gleich die Werbekampagne, die Social-Media-Präsenz und SEO vom Agenten übernehmen lassen?
Lukas: Genau, ein Rundum-Service quasi für Selbstständige und kleine Firmen, die sich sonst weder eine Marketingagentur noch einen Entwickler leisten könnten.
Clara: Das klingt erstmal wirklich praktisch, vor allem für Leute, die ihr Geschäft aufbauen wollen, aber keine Ahnung von Webdesign oder Online-Marketing haben. Aber 1,7 Millionen registrierte Nutzer, das ist ja schon eine ordentliche Zahl.
Lukas: Vor allem in den USA, Großbritannien und Japan. Aber der CEO gibt auch offen zu, dass sie noch mit negativen Bruttomargen kämpfen, weil sie die KI-Nutzung der Kunden quasi subventionieren.
Clara: Da ist wieder mein Praxis-Alarm. Wenn ein Unternehmen draufzahlt, damit Kunden das Tool nutzen, dann ist die Frage: Wie lange geht das gut, bevor die Preise steigen müssen oder das Geschäftsmodell sich ändert?
Lukas: Das ist ein Muster, das wir bei vielen KI-Startups sehen. Erstmal Wachstum um jeden Preis, Monetarisierung kommt später.
Clara: Für Selbstständige, die sowas nutzen wollen, würde ich einfach sagen: Nutzt es, aber verlasst euch nicht blind drauf, dass die Konditionen für immer so bleiben wie jetzt.
Lukas: Guter Rat. Und zum Abschluss noch eine Zahl, die mich wirklich zum Nachdenken gebracht hat. Eine Studie des Pew Research Centers zeigt: Jede dritte neue Webseite im Netz wird inzwischen von Chatbots verfasst.
Clara: Warte, jede dritte? Das ist eine ziemlich hohe Zahl. Wie kommt man auf so eine Aussage überhaupt?
Lukas: Die Forscher haben Common-Crawl-Daten analysiert, also große Mengen an Webseiten, und mit einem Analysetool namens Open Pangram nach Anzeichen von KI-Autorenschaft gesucht. Insgesamt zeigten zehn Prozent aller untersuchten englischsprachigen Seiten der letzten fünf Jahre solche Spuren.
Clara: Und die 35 Prozent, wo kommen die her?
Lukas: Das ist der Wert, wenn man nur Seiten betrachtet, die nach dem ChatGPT-Start entstanden sind, also die letzten drei Jahre etwa. Da steigt der Anteil deutlich.
Clara: Also praktisch: Je jünger die Webseite, desto wahrscheinlicher, dass KI mitgeschrieben hat. Das überrascht mich eigentlich nicht, aber die Größenordnung schon.
Lukas: Besonders betroffen sind kommerzielle .com-Domains mit rund zehn Prozent KI-Anteil, während .edu- und .gov-Seiten fast KI-frei bleiben, jeweils nur ein Prozent.
Clara: Das macht natürlich Sinn. Behörden und Bildungseinrichtungen haben strengere Prozesse, während im kommerziellen Bereich einfach Content-Masse produziert werden muss, und da ist KI natürlich effizienter.
Lukas: Für mich zeigt das aber auch ein größeres Problem. Wenn ein großer Teil des Internets KI-generiert ist, was bedeutet das für die Qualität von Informationen, die wir dann wiederum als Trainingsdaten für neue KI-Modelle nutzen?
Clara: Genau, das ist doch die eigentliche Sorge. KI lernt von KI-Content, und die Qualität sinkt vielleicht schleichend, weil sich Fehler und Oberflächlichkeit einfach wiederholen und verstärken.
Lukas: Ein Kreislauf, den man im Blick haben sollte, gerade wenn man selbst im Netz nach verlässlichen Infos sucht.
Clara: Für mich als Nutzerin heißt das ganz praktisch: kritischer hinschauen, wer eigentlich hinter einem Text steht, und nicht jede professionell klingende Webseite gleich für bare Münze nehmen.
Lukas: Guter Schlusspunkt. Lass uns kurz zusammenfassen, was wir heute mitnehmen. Wir haben gesehen, dass Enterprise-KI-Agenten weiter Investoren anziehen, aber noch beweisen müssen, ob sie im Mittelstand wirklich praktikabel sind.
Clara: Und dass lokale KI-Agenten wie der Portable Computer von Perplexity zwar Datenschutz-Vorteile bringen, aber an der Hardware-Hürde noch scheitern für die meisten von uns.
Lukas: Sicherheit von Agenten wird immer wichtiger, das zeigt der DeepMind-Beitrag, gerade weil Agenten immer autonomer handeln.
Clara: Und bei Mechanical Turk sehen wir ganz konkret, wie Jobs sich durch KI verschieben, nicht komplett verschwinden, aber eben verändern.
Lukas: Runable zeigt, dass KI-Agenten Selbstständigen tatsächlich viel Arbeit abnehmen können, auch wenn das Geschäftsmodell selbst noch nicht ganz stabil ist.
Clara: Und die Pew-Studie erinnert uns daran, im Netz kritisch zu bleiben, weil ein wachsender Teil der Inhalte eben nicht mehr von Menschen geschrieben wurde.
Lukas: Das war's für heute von uns. Ich möchte noch kurz erwähnen, dieser Podcast ist vollständig KI-generiert, und alle Quellen und Hintergründe zu den Themen findet ihr auf unserer Website.
Clara: Danke fürs Zuhören, bleibt kritisch und neugierig, bis zum nächsten Mal.
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