KI-Agenten, Copilot-Umbau und der DSA-Streit mit den USA (25.09.2026)
Compliance-Chaos, KI-Chatbots als Therapeut, Shop-Angriffe für 25 Dollar, Trump gegen den DSA, Copilot wird zur Superapp, Nintendo vs. Reparaturfreiheit und Agentic Coding für Maker – alles heute im Podcast.
In dieser Folge
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Wenn eine Compliance-Anfrage zu dreifacher Arbeit führt
t3nUnternehmen leiden zunehmend unter organisatorischer Reibung, weil neue Tools, Dienstleister oder KI-Anwendungen parallel von Datenschutz, Informationssicherheit und KI-Governance geprüft werden, ohne dass die Zuständigkeit vorab geklärt ist. Dadurch entstehen redundante Prüfungen, lange Wartezeiten und im schlimmsten Fall gefährliche Schatten-IT-Lösungen, während eigentlich nur eine fachliche Prüfung nötig wäre. Die Softwarelösung caralegal Lightway will dieses Problem lösen, indem sie alle Compliance-relevanten Anfragen an einem zentralen Ort mit klarer Zuständigkeit, Status und Nachweisführung bündelt und so Doppelarbeit sowie Abstimmungsschleifen reduziert.
Original - 02
Studie: Deutsche vertrauen KI-Chatbots sensible Themen an, misstrauen aber dem Datenschutz
HeiseLaut einer Umfrage des Schweizer Softwareanbieters Proton haben 68 Prozent der KI-Chatbot-Nutzer in Deutschland bereits sensible Themen wie psychische Gesundheit, Finanzen, Beziehungen oder Sexualität mit einem Chatbot besprochen, wobei Verfügbarkeit und Urteilsfreiheit als Hauptgründe genannt werden. Gleichzeitig äußern rund 40 Prozent der Befragten wenig Vertrauen in den Schutz ihrer Daten durch die Anbieter, wobei besonders die Sorge vor kommerzieller Nutzung für Werbeprofile (51 Prozent) und KI-Training (43 Prozent) verbreitet ist. Ein Großteil der Nutzer würde datenschutzfreundliche Chatbots bevorzugen und wäre bei entsprechenden Garantien offener für die Weitergabe intimer Informationen.
Original - 03
KI-Agenten greifen Onlineshops an – für 25 Dollar pro Shop
t3nFür Onlinehändler:innen könnte sich die Bedrohungslage grundlegend verschieben. Autonome KI-Agenten können Shops automatisiert scannen, Schwachstellen testen und Angriffe vorbereiten – und das im Schnitt für gerade einmal 25 Dollar. Betroffen ist vor allem eine Gruppe von Shopbetreiber:innen.weiterlesen auf t3n.de
Original - 04
Digital Services Act: US-Regierung will sich in EU-Rechtsprechung einmischen
golemDie US-Regierung signalisiert Interesse, sich in die Rechtsprechung der EU zum Digital Services Act einzumischen. Damit könnte Washington versuchen, Einfluss auf die Durchsetzung der europäischen Plattformregulierung gegenüber US-Technologiekonzernen zu nehmen. Details zu konkreten Maßnahmen oder Hintergründen des Vorstoßes werden im Artikel nicht näher ausgeführt.
Original - 05
Microsoft startet neue Copilot-'Superapp' mit Chat, Code und Autopilot
The VergeMicrosoft hat seine überarbeitete Copilot-App vorgestellt, die AI-Chat, Programmierfunktionen und Agenten in drei Tabs namens Home, Code und Autopilot vereint. Das zuvor als Scout bekannte Autopilot-Feature fungiert als unternehmensfähiger digitaler Kollege mit eigener Identität, der in Teams, Outlook und anderen Microsoft-Diensten eingebunden werden kann und je nach Nutzung abgerechnet wird. CEO Satya Nadella bezeichnet Copilot als neues Betriebssystem für die Arbeit und Microsoft vergleicht dessen potenzielle Bedeutung mit der von Office, muss sich dabei aber gegen starke Konkurrenz von Google, OpenAI, Anthropic und Meta behaupten.
Original - 06
Skalierbare KI-Agenten mit Spring AI und Amazon AgentCore
HeiseDer Artikel beleuchtet, wie autonome KI-Agenten die Softwareentwicklung und den Betrieb in Unternehmen verändern, indem sie eigenständig Ziele über mehrere Schritte verfolgen und mit ihrer Umgebung interagieren. Im Gegensatz zu klassischen Prompt-Antwort-Systemen rufen diese Agenten selbstständig APIs auf, durchsuchen Wissensdatenbanken, schreiben und führen Code aus und koordinieren sich mit anderen Agenten ohne menschliches Eingreifen. Der vollständige Beitrag zeigt anhand von Spring AI und Amazon AgentCore, wie solche Agentensysteme skalierbar umgesetzt werden können.
Original - 07
Microsoft beerdigt die Marke „Copilot+“
HeiseMicrosoft verabschiedet sich nach nur zwei Jahren von der Bezeichnung „Copilot+“ für seine KI-PCs, wie Surface-Chef Brett Ostrum gegenüber Windows Central bestätigte. Neue Surface-Geräte erfüllen zwar weiterhin die technischen Anforderungen wie eine leistungsstarke NPU, tragen aber das Label nicht mehr, und auch andere Hersteller distanzieren sich zunehmend davon. Zuvor hatte Microsoft bereits sein SDK aufgeweicht, um lokale KI-Modelle auch auf Nvidia-Grafikkernen statt nur auf NPUs laufen zu lassen, etwa im Hinblick auf den kommenden Surface Laptop Ultra mit Nvidia RTX Spark.
Original - 08
We want to hear how different generations are using AI agents
Business InsiderBusiness Insider wants to hear how different generations are using AI agents. Illustration by Cheng Xin/Getty Images Personal AI agents are attracting users of all stripes. Is it mainly a Gen Z thing?
Original - 09
Nintendo erwirkt Versäumnisurteil wegen Switch-Reparatur
golemNintendo hat in einem Rechtsstreit ein Versäumnisurteil erlangt, das im Zusammenhang mit der Reparatur einer Switch-Konsole steht. Der Fall führte zu einer Schadensersatzklage gegen die beklagte Partei. Weitere inhaltliche Details zum genauen Streitgegenstand und den Hintergründen des Falls werden im verfügbaren Artikeltext nicht genannt.
Original - 10
Make 5/26: Agentic Coding für Maker im Fokus
HeiseDie neue Ausgabe 5/26 der Zeitschrift Make widmet sich dem Thema Agentic Coding, bei dem KI-Systeme nicht nur Code schreiben, sondern ihn auch selbstständig einbauen, ausführen und Fehler beheben. Ein Workshop von Autor Nikolai Radke erläutert die zugrunde liegende „Agentic Loop“ sowie die praktische Anwendung von CLI-Tools, dem Agent-Modus in Visual Studio Code und dem Model Context Protocol für Zugriffe auf GitHub, Datenbanken oder Web-APIs. Zudem wird gezeigt, wie sich KI-Agenten über die Open-Source-Erweiterung „AI.duino“ auch in der Arduino IDE nutzen lassen, um Sketches automatisch anzupassen und Compiler-Fehler zu beheben – sowohl mit Cloud-Diensten als auch mit lokal laufenden Modellen.
Original
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Wenn eine Compliance-Anfrage zu dreifacher Arbeit führt
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Häufige Fragen
Warum führen Compliance-Anfragen in Unternehmen oft zu dreifacher Arbeit?
Weil neue Tools, Dienstleister oder KI-Anwendungen häufig parallel und unkoordiniert von Datenschutz, Informationssicherheit und KI-Governance geprüft werden, ohne dass vorher klar ist, wer zuständig ist. Das führt zu redundanten Prüfungen, langen Wartezeiten und im schlimmsten Fall zu riskanter Schatten-IT, obwohl oft nur eine fachliche Prüfung notwendig wäre.
Wie will caralegal Lightway dieses Compliance-Problem lösen?
caralegal Lightway bündelt alle Compliance-relevanten Anfragen an einem zentralen Ort mit klar definierten Zuständigkeiten, Status-Tracking und Nachweisführung. Dadurch werden Doppelprüfungen und unnötige Abstimmungsschleifen zwischen den Fachbereichen reduziert.
Vertrauen Deutsche KI-Chatbots bei sensiblen Themen?
Laut einer Proton-Umfrage haben 68 Prozent der deutschen KI-Chatbot-Nutzer schon sensible Themen wie psychische Gesundheit, Finanzen oder Beziehungen mit einem Chatbot besprochen, vor allem wegen Verfügbarkeit und Urteilsfreiheit. Gleichzeitig misstrauen rund 40 Prozent dem Datenschutz der Anbieter, besonders wegen der Sorge vor Nutzung für Werbeprofile oder KI-Training.
Wie bedroht sind Onlineshops durch autonome KI-Agenten?
KI-Agenten können Onlineshops automatisiert scannen, Schwachstellen identifizieren und Angriffe vorbereiten – im Durchschnitt für nur 25 Dollar pro Shop. Damit sinkt die Einstiegshürde für Cyberangriffe erheblich, was besonders kleinere Shopbetreiber:innen gefährdet.
Was bringt Microsofts neue Copilot-'Superapp' für Unternehmen?
Die überarbeitete Copilot-App vereint AI-Chat, Programmierfunktionen und Agenten in den Bereichen Home, Code und Autopilot. Das Autopilot-Feature agiert als unternehmensfähiger digitaler Kollege mit eigener Identität, integrierbar in Teams, Outlook & Co. und nutzungsabhängig abgerechnet – laut Nadella soll Copilot zum neuen Betriebssystem für die Arbeit werden.
Vollständiges Transkript
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Lukas: Herzlich willkommen zu KI im echten Leben. Mein Name ist Lukas, und wie immer sitzt mir Clara gegenüber, die für uns den Praxis-Check macht und immer ganz genau schaut, was von den ganzen KI-Meldungen wirklich im Alltag ankommt.
Clara: Hallo zusammen. Und ja, heute habe ich wieder einiges zum Skeptisch-Sein mitgebracht, das kann ich schon mal vorwegnehmen.
Lukas: [laughs] Das dachte ich mir. Lass uns direkt einsteigen, und zwar mit einem Thema, das für mich total unterschätzt ist: Compliance in Unternehmen. Es geht um eine Softwarelösung namens caralegal Lightway.
Clara: Compliance klingt jetzt nicht nach dem sexiesten KI-Thema, aber ich glaube, das trifft einen echten Nerv.
Lukas: Genau. Die Idee ist: Wenn in einem Unternehmen ein neues Tool eingeführt werden soll, muss das oft gleichzeitig von Datenschutz, von der Informationssicherheit und inzwischen auch noch von einer KI-Governance-Stelle geprüft werden. Und weil vorher nicht klar ist, wer eigentlich zuständig ist, prüfen am Ende alle drei parallel und unabhängig voneinander.
Clara: Dreifache Arbeit für eine einzige Anfrage. Das kenne ich aus eigener Erfahrung, ich hab mal in einem mittelständischen Betrieb gearbeitet, wo ich für ein simples Tool zur Terminplanung drei verschiedene Formulare ausfüllen musste.
Lukas: Und genau das führt dann zu dem, was im Artikel als größtes Risiko beschrieben wird: Schatten-IT. Wenn die offizielle Prüfung zu lange dauert, nutzen Mitarbeitende einfach heimlich irgendein Tool, ohne dass es überhaupt durch irgendeine Prüfung läuft.
Clara: Was natürlich viel gefährlicher ist, als wenn man das Ding von Anfang an ordentlich geprüft hätte. Also ist die Lösung hier im Grunde: alles an einem Ort bündeln, klare Zuständigkeit, Status sichtbar für alle?
Lukas: Genau das. Eine zentrale Stelle, wo man sieht, wer gerade prüft, wie weit die Prüfung ist, und wo am Ende auch ein Nachweis entsteht. Klingt banal, spart aber laut Anbieter enorm viele Abstimmungsschleifen.
Clara: Ich finde das ehrlich gesagt eine der praktischsten KI-nahen Meldungen der letzten Zeit, weil sie nicht von neuen Modellen redet, sondern von einem echten organisatorischen Problem, das gerade im Mittelstand jede KI-Einführung ausbremst.
Lukas: Absolut. Das ist ja auch oft der Grund, warum Unternehmen sagen, KI-Einführung dauert bei uns Monate, obwohl das Tool selbst in einer Stunde eingerichtet wäre.
Clara: Mhm. Bleiben wir mal beim Thema Vertrauen, denn da passt die nächste Meldung super. Diese Proton-Studie zu Chatbots.
Lukas: Ja, sehr spannend, und für mich auch ein bisschen widersprüchlich. 68 Prozent der Nutzer in Deutschland haben laut der Umfrage schon mal sehr persönliche Themen mit einem Chatbot besprochen. Psychische Gesundheit, Finanzen, Beziehungen, sogar Sexualität.
Clara: Das überrascht mich ehrlich gesagt gar nicht. Ein Chatbot urteilt nicht, ist nachts um drei verfügbar, und man muss sich vor niemandem erklären. Das ist ja auch der Grund, den die Leute selbst angeben.
Lukas: Genau, Verfügbarkeit und Urteilsfreiheit. Aber gleichzeitig sagen rund 40 Prozent, sie haben wenig Vertrauen in den Datenschutz der Anbieter.
Clara: Und das ist doch der eigentliche Widerspruch, oder? Man erzählt der Maschine seine intimsten Geheimnisse, misstraut aber gleichzeitig demjenigen, der die Maschine betreibt. Das passt doch vorne und hinten nicht zusammen.
Lukas: [laughs] Ja, genau da wollte ich hin. Die größte Sorge ist wohl, dass diese Daten für Werbeprofile genutzt werden, das sagen 51 Prozent, und für das Training der KI-Modelle selbst, das befürchten 43 Prozent.
Clara: Also im Kern: Die Leute nutzen es trotzdem, obwohl sie es nicht für sicher halten. Das ist für mich fast das gefährlichste Muster überhaupt, weil es zeigt, dass der Bedarf nach einem Gesprächspartner größer ist als die Vorsicht.
Lukas: Und die Studie zeigt ja auch, dass viele bereit wären, mehr zu teilen, wenn es datenschutzfreundliche Alternativen gäbe. Also es ist nicht so, dass die Leute grundsätzlich unvorsichtig sind, sie haben einfach aktuell wenig Wahl, die sich wirklich vertrauenswürdig anfühlt.
Clara: Für mich als Praxis-Check heißt das: Wer heute sensible Themen mit einem Chatbot bespricht, sollte sich wirklich anschauen, was mit den Daten passiert, und nicht einfach dem Gefühl von Anonymität vertrauen. Das Gefühl täuscht nämlich oft.
Lukas: Guter Punkt. Kommen wir zu einem Bereich, wo gerade richtig viel passiert: Microsoft und Copilot. Die haben eine neue, wie sie es nennen, Superapp vorgestellt.
Clara: Superapp, das klingt schon wieder nach dem großen Wort für relativ normale Dinge.
Lukas: [laughs] Ein bisschen, ja. Konkret hat Copilot jetzt drei Bereiche: Home für den klassischen Chat, Code für Programmieraufgaben, und Autopilot, was vorher intern Scout hieß.
Clara: Und was macht dieser Autopilot-Teil genau?
Lukas: Das ist im Grunde ein digitaler Kollege mit eigener Identität, der in Teams, Outlook und anderen Microsoft-Diensten mitarbeitet. Man kann ihm also Aufgaben geben, und er agiert selbstständig über diese Programme hinweg, nicht nur als Chatfenster.
Clara: Also nicht mehr nur beantworten, sondern eigenständig handeln. Und bezahlt wird das dann wohl auch nach Nutzung, nicht als feste Lizenz?
Lukas: Genau, nach Nutzung abgerechnet. Und Satya Nadella nennt Copilot jetzt das neue Betriebssystem für die Arbeit, Microsoft vergleicht das mit der Bedeutung, die früher Office hatte.
Clara: Das ist natürlich eine riesige Ansage. Ich frage mich aber, ob das für einen normalen Wissensarbeiter im Alltag wirklich schon so spürbar ist, oder ob das eher eine Ansage an Investoren und Konkurrenz ist.
Lukas: Ich glaube, ein bisschen beides. Für Unternehmen, die schon tief in der Microsoft-Welt stecken, mit Teams und Outlook als tägliches Werkzeug, ist das schon ein echter Umbruch. Für alle anderen bleibt es erstmal eine Ankündigung, die sich erst im Alltag beweisen muss.
Clara: Und die Konkurrenz schläft ja auch nicht. Google, OpenAI, Anthropic, Meta, die bauen alle in eine ähnliche Richtung.
Lukas: Stimmt, das erwähnt der Artikel auch explizit. Es wird also ein ziemlicher Wettlauf, wer als erstes dieses Konzept vom digitalen Kollegen wirklich alltagstauglich hinbekommt.
Clara: Und dabei fällt mir auf: Erst kürzlich habe ich noch von diesem Label Copilot Plus gelesen, für die KI-PCs. Und jetzt lese ich, dass Microsoft genau diese Marke wieder beerdigt?
Lukas: Ja, das ist fast schon amüsant. Nach nur zwei Jahren verschwindet die Bezeichnung Copilot Plus für die KI-fähigen Windows-Geräte. Der Surface-Chef hat das gegenüber Windows Central bestätigt.
Clara: Und die Geräte können technisch trotzdem noch das Gleiche, nur das Label fällt weg?
Lukas: Genau, die starke NPU bleibt Anforderung, aber das Label verschwindet. Und auch andere Hersteller distanzieren sich zunehmend davon. Interessant ist auch, dass Microsoft sein SDK geöffnet hat, sodass lokale KI-Modelle jetzt auch auf Nvidia-Grafikkernen laufen können, nicht mehr nur auf den speziellen NPUs.
Clara: Also die Hardware-Story war offenbar zu kompliziert für den normalen Kunden, und jetzt wird es pragmatischer gelöst. Ich finde das eigentlich sinnvoll, so ein Markenlabel bringt dem Endnutzer ja wenig, wenn er nicht genau weiß, was dahintersteckt.
Lukas: Sehe ich auch so. Manchmal ist weniger Marketing-Begriff einfach ehrlicher. Lass uns bei einem Thema bleiben, das gerade sehr viele Wissensarbeiter und Entwickler betrifft: KI-Agenten in der Softwareentwicklung.
Clara: Da gibt's ja gleich zwei Meldungen, die zusammenpassen. Einmal Spring AI mit Amazon AgentCore, und dann noch dieser Workshop in der Zeitschrift Make zum Thema Agentic Coding.
Lukas: Genau. Der Kerngedanke bei beiden ist ähnlich: KI-Agenten sind nicht mehr nur Prompt-rein, Antwort-raus, sondern sie verfolgen eigenständig ein Ziel über mehrere Schritte. Sie rufen selbst APIs auf, durchsuchen Datenbanken, schreiben Code, führen ihn aus, und koordinieren sich sogar mit anderen Agenten.
Clara: Das ist schon ein deutlicher Sprung. Aber ehrlich, mir macht das auch ein bisschen Bauchschmerzen. Wenn ein Agent selbstständig Code ausführt und mit anderen Agenten kommuniziert, wer behält da eigentlich den Überblick?
Lukas: Das ist tatsächlich der Punkt, den auch der Make-Workshop aufgreift. Da geht es um diese sogenannte Agentic Loop, also den Kreislauf von Planen, Ausführen, Prüfen, Korrigieren. Und genau da braucht es klare Leitplanken, sonst dreht sich das im Kreis oder macht Dinge, die niemand freigegeben hat.
Clara: Und in dem Make-Artikel geht es ja sogar bis runter zur Arduino-Ebene, mit dieser Erweiterung AI.duino, richtig?
Lukas: Genau, für Maker und Bastler. Da passt der Agent Sketches automatisch an und behebt Compiler-Fehler, sowohl über Cloud-Dienste als auch mit lokal laufenden Modellen. Das zeigt, wie stark dieses Agenten-Prinzip inzwischen von der großen Unternehmenswelt bis in den Hobbykeller durchdringt.
Clara: Was ich daran gut finde: die lokale Option. Wer nicht alles in die Cloud schicken will, kann das offenbar auch offline machen. Das passt ja auch wieder zu unserem Datenschutz-Thema von vorhin.
Lukas: Stimmt, ein schöner Bogen. Aber jetzt zur unangenehmen Seite dieser Agenten-Entwicklung, denn die gibt es leider auch.
Clara: Ah, du meinst die Meldung mit den KI-Agenten, die Onlineshops angreifen?
Lukas: Genau die. Autonome KI-Agenten können mittlerweile automatisiert Onlineshops scannen, Schwachstellen finden und Angriffe vorbereiten. Und das Ganze für im Schnitt gerade mal 25 Dollar pro Shop.
Clara: 25 Dollar. Das ist ja fast schon lächerlich billig für einen potenziellen Angriff auf ein Geschäft, das vielleicht die Existenz von jemandem ist.
Lukas: Genau das macht es so brisant. Früher brauchte man für so einen gezielten Angriff Fachwissen und Zeit. Jetzt übernimmt ein Agent das Scannen und Testen quasi automatisch, in großem Stil, und die Einstiegshürde sinkt drastisch.
Clara: Und besonders betroffen sind wohl kleinere Shopbetreiber, oder? Also genau die, die sich am wenigsten eine große IT-Sicherheitsabteilung leisten können.
Lukas: Genau das ist der Punkt. Große Plattformen haben Ressourcen, um sich zu schützen, aber der Einzelhändler mit seinem eigenen Onlineshop, der oft ohnehin schon mit Technik kämpft, ist hier besonders verwundbar.
Clara: Das zeigt für mich sehr deutlich: Die gleiche Agenten-Technologie, die eben noch als hilfreicher Kollege für Entwickler gefeiert wurde, wird eben genauso von der anderen Seite genutzt. Das ist quasi zwei Seiten derselben Medaille.
Lukas: Ein wichtiger Punkt, den man bei aller Begeisterung für Automatisierung nicht vergessen darf. Je leistungsfähiger die Werkzeuge werden, desto leistungsfähiger werden eben auch die Angriffe, die damit möglich sind.
Clara: Für mich heißt das ganz praktisch: Wer einen kleinen Onlineshop betreibt, sollte jetzt wirklich nicht mehr denken, ich bin zu klein, um interessant für einen Angriff zu sein. Genau das Gegenteil ist der Fall, weil die Angriffe eben so billig geworden sind.
Lukas: Gut zusammengefasst. Lass uns das Ganze mal einordnen. Wir hatten heute eigentlich ein durchgehendes Muster: KI wird im Arbeitsalltag immer stärker eingebettet, sei es über Copilot als digitaler Kollege, über Agenten, die selbstständig Code schreiben, oder über Compliance-Tools, die Prüfprozesse vereinfachen.
Clara: Aber gleichzeitig ziehen sich Vertrauensfragen durch alles. Ob es um persönliche Daten in Chatbots geht, um Sicherheit von Shops, oder einfach nur darum, wer im Unternehmen für ein neues Tool verantwortlich ist.
Lukas: Genau dieses Spannungsfeld zwischen Nutzen und Kontrolle wird uns wohl auch in den nächsten Ausgaben weiter begleiten.
Clara: Auf jeden Fall. Für mich bleibt der wichtigste Praxis-Tipp heute: Bevor man ein neues KI-Tool im Unternehmen einführt, lohnt es sich wirklich, vorher zu klären, wer prüft und wer verantwortlich ist. Das spart am Ende viel mehr Zeit, als man denkt.
Lukas: Ein schönes Schlusswort. Damit sind wir auch am Ende dieser Ausgabe von KI im echten Leben. Zum Abschluss noch der Hinweis, den wir euch immer mitgeben: Dieser Podcast ist vollständig KI-generiert, und alle Quellen sowie Hintergründe zu den heutigen Themen findet ihr auf unserer Website.
Clara: Von mir auch danke fürs Zuhören, bleibt neugierig, aber eben auch skeptisch. Bis zum nächsten Mal.
Vorlage für die Sprachsynthese. Kleinere Abweichungen zur Audio-Datei möglich.
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