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KI im echten Leben
Folge 0817.06.202613:17 KI-vertont

ChatGPT verliert Marktführung, Neuralink-Rival & Stop Killing Games (17.06.2026)

ChatGPT verliert erstmals die Mehrheit im KI-Markt, während Gehirnchips Sprachfähigkeiten wiederherstellen und Europa beim Kampf gegen das Abschalten von Spielen scheitert.

Themen

In dieser Folge

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  1. 01

    Gemini und Claude dicht auf den Fersen: ChatGPT rutscht unter 50 Prozent Marktanteil

    t3n

    OpenAI dominiert mit ChatGPT den KI-Markt. Allerdings zeichnet sich ab, dass immer mehr Menschen auf andere KI-Tools umsteigen. Woran das liegt.

    Original
  2. 02

    AI Visibility Tools 2026: Die sieben wichtigsten Lösungen für LLM-Markensichtbarkeit im Vergleich

    Basic Thinking

    Mit der zunehmenden Verbreitung KI-gestützter Suche durch Modelle wie ChatGPT, Gemini oder Claude gewinnen spezialisierte AI Visibility Tools an Bedeutung, die messen, wie häufig und prominent Marken in LLM-Antworten erscheinen. An der Spitze des Marktes steht Semrush One, das klassische SEO-Funktionen mit einem umfassenden AI Visibility Toolkit vereint und damit Keyword-Daten, Backlink-Analysen sowie KI-Sichtbarkeit in einer einzigen Plattform bündelt. Daneben bieten Alternativen wie Ahrefs Brand Radar AI, SE Ranking, BrightEdge, Profound, OtterlyAI und Similarweb spezialisierte Lösungen für unterschiedliche Unternehmensgrößen und Anwendungsfälle.

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  3. 03

    ChatGPTs Marktanteil fällt erstmals unter 50 Prozent

    Techcrunch AI

    Laut dem State of AI Report 2026 der Analysefirma Sensor Tower ist ChatGPTs Marktanteil im KI-Assistenten-Markt erstmals unter 50 Prozent gefallen und lag Ende Mai bei 46,4 Prozent, während Konkurrenten wie Googles Gemini (27,7 Prozent) und Anthropics Claude (10,3 Prozent) deutlich zulegen konnten. Trotz über 1,1 Milliarden monatlicher Nutzer und dem Rekord als schnellste App, die jemals eine Milliarde Nutzer erreichte, verliert OpenAI Marktanteile, auch weil Ereignisse wie der Vertrag mit dem US-Verteidigungsministerium messbare Deinstallationswellen auslösten. Der Gesamtmarkt wächst weiter stark – mit prognostizierten 2,3 Milliarden App-Downloads und über 4,2 Milliarden US-Dollar Ausgaben in der ersten Jahreshälfte 2026 –, zeigt jedoch erste Anzeichen einer Marktreife bei gleichzeitig zunehmendem Fokus auf Monetarisierung.

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  4. 04

    SOS Software Service und Kaseya kooperieren für MSP-Markt im DACH-Raum

    IT Business

    Der Value Added Distributor SOS Software Service erweitert sein Security-MSP-Portfolio durch eine strategische Partnerschaft mit Kaseya, dessen integrierte Plattform IT-Management, Security, Backup und Automatisierung in einer zentralen Lösung vereint. Zielgruppe der Kooperation sind MSP und IT-Dienstleister im KMU-Umfeld, die beim Aufbau skalierbarer Managed Services unterstützt werden sollen. SOS Software Service übernimmt dabei den Marktzugang sowie umfassende Vertriebsleistungen von Presales über Onboarding bis hin zu Schulungen, während beide Unternehmen die Professionalisierung des MSP-Marktes in der DACH-Region vorantreiben wollen.

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  5. 05

    Probefahrt Leapmotor B05: Ein chinesisches Elektroauto abseits des SUV-Trends

    golem

    Golem.de hat den Leapmotor B05 einer Probefahrt unterzogen, einem chinesischen Elektrofahrzeug, das sich bewusst vom dominierenden SUV-Format abhebt. Der Artikel beleuchtet die Eigenschaften und den Fahreindruck des Modells, das damit eine Alternative im wachsenden Segment der Elektromobilität darstellt. Aufgrund einer Zustimmungspflicht für Cookies ist der vollständige Artikelinhalt nur eingeschränkt zugänglich.

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  6. 06

    Neuralink-Konkurrent Paradromics implantiert erstmals Gehirnchip zur Wiederherstellung der Sprache

    Business Insider

    Das BCI-Startup Paradromics hat Anfang Juni erstmals seinen Connexus-Gehirnchip in eine Patientin mit einer Motoneuronerkrankung implantiert, die Schwierigkeiten beim Sprechen hat. Das Gerät, etwa so groß wie eine Münze, sitzt auf der Gehirnoberfläche und verfügt über 421 feine Platin-Iridium-Mikrodrähte, die neuronale Aktivität im Zusammenhang mit Sprache aufzeichnen und mithilfe von Software in Text oder synthetische Sprache umwandeln. CEO Matt Angle erklärte, die Patientin erhole sich derzeit zu Hause, und das Unternehmen plane, das Gerät in den kommenden Wochen in Betrieb zu nehmen, wobei die Teilnehmerin über einen Zeitraum von sechs Jahren beobachtet werden soll.

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  7. 07

    Neues Lagezentrum zur Abwehr hybrider Bedrohungen wie Cyberangriffe und Sabotage eröffnet

    golem

    In Deutschland wurde ein neues Lagezentrum eröffnet, das sich mit hybriden Bedrohungen wie Cyberangriffen und Sabotageakten befasst. Das Zentrum soll eine koordinierte Reaktion auf komplexe Angriffe ermöglichen, die klassische Sicherheitsgrenzen überschreiten. Damit reagieren die Behörden auf die zunehmende Bedrohungslage durch staatlich gesteuerte oder kriminelle Akteure im digitalen und physischen Raum.

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  8. 08

    Ollee Watch im Test: Casios Digitaluhr-Klassiker mit smarten Funktionen

    golem

    Golem.de hat die Ollee Watch getestet, die den klassischen Casio-Digitaluhr-Stil mit modernen Smart-Watch-Funktionen verbinden soll. Der Artikel untersucht, wie gut die Uhr den Spagat zwischen nostalgischem Design und zeitgemäßer Technologie meistert. Leider war der vollständige Testbericht aufgrund von Cookie- und Zugangsbeschränkungen auf der Golem-Website nicht abrufbar.

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  9. 09

    Stop Killing Games: Europäische Initiative scheitert – Publisher dürfen Spiele abschalten

    golem

    Die Bürgerinitiative 'Stop Killing Games' hat ihr Ziel verfehlt, Publisher gesetzlich dazu zu verpflichten, Videospiele auch nach dem Ende des offiziellen Supports spielbar zu halten. Damit bleibt es Spieleherstellern weiterhin erlaubt, Online-Spiele durch das Abschalten von Servern dauerhaft unspielbar zu machen, ohne dass Käufer einen rechtlichen Anspruch auf den Erhalt des Produkts haben. Verbraucherschützer und Spieler, die sich für eine längere Lebensdauer digitaler Spiele eingesetzt hatten, müssen damit eine Niederlage hinnehmen.

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  10. 10

    KI-Assistenten im Datenschutz: Wie automatisierte Prozesse DSGVO-Compliance effizienter machen

    t3n

    In vielen Unternehmen scheitert die DSGVO-Compliance nicht am fehlenden Fachwissen, sondern an der aufwendigen operativen Umsetzung – insbesondere bei der Pflege von Verarbeitungsverzeichnissen (VVT), Datenschutz-Folgenabschätzungen (DSFA) und technisch-organisatorischen Maßnahmen (TOM). KI-Assistenten, wie sie etwa die Datenschutzmanagement-Plattform caralegal einsetzt, überführen unstrukturierte Fachbereichseingaben automatisch in standardisierte Dokumentation und sollen laut Unternehmensangaben bis zu 75 Prozent des bisherigen Dokumentations- und Abstimmungsaufwands einsparen. Dabei übernehmen die KI-Systeme ausdrücklich keine rechtliche Bewertung, sondern fungieren als Produktivitätswerkzeug, während die inhaltliche Verantwortung weiterhin beim Menschen verbleibt.

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FAQ

Häufige Fragen

Warum verliert ChatGPT erstmals Marktanteile unter die 50-Prozent-Marke?

Laut dem State of AI Report 2026 von Sensor Tower ist ChatGPTs Marktanteil Ende Mai 2026 auf 46,4 Prozent gesunken, während Gemini (27,7 %) und Claude (10,3 %) deutlich zulegen konnten. Neben dem allgemeinen Wettbewerbsdruck lösten auch kontroverse Ereignisse wie der Vertrag von OpenAI mit dem US-Verteidigungsministerium messbare Deinstallationswellen aus. Der Gesamtmarkt wächst dabei weiter stark, was bedeutet: OpenAI verliert relative Anteile, obwohl die absolute Nutzerzahl mit über 1,1 Milliarden monatlichen Nutzern weiterhin rekordverdächtig ist.

Was sind AI Visibility Tools und warum werden sie für B2B-Unternehmen relevant?

AI Visibility Tools messen, wie häufig und prominent eine Marke in den Antworten großer Sprachmodelle wie ChatGPT, Gemini oder Claude erscheint – ein Faktor, der mit der zunehmenden Verbreitung KI-gestützter Suche direkt die Markenwahrnehmung beeinflusst. Für B2B-Entscheider bedeutet das: Wer in LLM-Antworten nicht sichtbar ist, verliert potenziell Reichweite und Glaubwürdigkeit gegenüber Einkäufern, die KI-Tools zur Recherche nutzen. Führende Lösungen wie Semrush One, Ahrefs Brand Radar AI oder BrightEdge bieten hierfür spezialisierte Analyse- und Steuerungsfunktionen.

Welche AI Visibility Tool-Lösung eignet sich für welche Unternehmensgröße?

Semrush One richtet sich mit seinem All-in-one-Ansatz – klassisches SEO kombiniert mit KI-Sichtbarkeitsanalyse – vor allem an größere Unternehmen mit breitem Anforderungsprofil. Spezialisierte Tools wie OtterlyAI oder Profound sind hingegen stärker auf einzelne Anwendungsfälle oder kleinere Teams zugeschnitten, während BrightEdge und SE Ranking Enterprise-Segmente adressieren. Die Wahl hängt letztlich davon ab, ob LLM-Sichtbarkeit als eigenständige Disziplin oder integriert in bestehende SEO-Workflows gesteuert werden soll.

Was bringt die Partnerschaft zwischen SOS Software Service und Kaseya für MSPs im DACH-Raum konkret?

MSPs und IT-Dienstleister im KMU-Umfeld erhalten über SOS Software Service Zugang zur integrierten Kaseya-Plattform, die IT-Management, Security, Backup und Automatisierung in einer zentralen Lösung bündelt. SOS übernimmt dabei den gesamten Go-to-Market-Prozess – von Presales und Onboarding bis hin zu Schulungen –, sodass MSPs schneller skalierbare Managed Services aufbauen können, ohne mehrere Einzellösungen integrieren zu müssen. Die Kooperation zielt damit direkt auf die Professionalisierung und Konsolidierung des fragmentierten MSP-Marktes in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Was unterscheidet den Gehirnchip von Paradromics von Neuralinks Ansatz?

Der Connexus-Chip von Paradromics sitzt auf der Gehirnoberfläche statt im Hirngewebe und nutzt 421 feine Platin-Iridium-Mikrodrähte, um neuronale Sprachsignale aufzuzeichnen und per Software in Text oder synthetische Sprache umzuwandeln. Der erste Einsatz erfolgte bei einer Patientin mit Motoneuronerkrankung und damit in einem klar definierten medizinischen Anwendungsfall – Sprachwiederherstellung –, während Neuralink einen breiteren BCI-Ansatz verfolgt. Paradromics plant eine Langzeitbeobachtung der Patientin über sechs Jahre, was auf einen konservativen, regulatorisch orientierten Entwicklungspfad hindeutet.

Vollständiges Transkript

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Lukas: Herzlich willkommen bei KI im echten Leben, ich bin euer Host Lukas. Heute wieder mit meiner Gesprächspartnerin Clara, die wie immer den Praxis-Check mitbringt und uns auf dem Boden hält, wenn wir zu sehr ins Schwärmen geraten. Schön, dass du dabei bist, Clara.

Clara: Danke, Lukas. Ich bin gespannt, was heute auf dem Tisch liegt.

Lukas: Wir haben heute ein paar interessante Meldungen, die sich eigentlich gut zusammendenken lassen. Fangen wir mit dem an, was gerade wirklich viele beschäftigt: ChatGPT verliert erstmals Marktanteile unter die 50-Prozent-Marke. Laut dem State of AI Report 2026 von Sensor Tower lag der Marktanteil Ende Mai bei 46,4 Prozent. Gemini kommt auf 27,7 Prozent, Claude auf 10,3 Prozent. Das ist schon eine deutliche Verschiebung.

Clara: Moment, 46 Prozent klingt immer noch riesig.

Lukas: Absolut, das stimmt. Über eine Milliarde monatliche Nutzer, schnellste App ever auf eine Milliarde Nutzer. Aber der Trend ist eben: OpenAI verliert, die anderen holen auf. Und das ist symbolisch wichtig.

Clara: Ich frage mich, was die Leute wirklich antreibt zu wechseln. Ist das echte Unzufriedenheit mit ChatGPT oder einfach Neugier auf andere Tools?

Lukas: Beides, würde ich sagen. Aber es gibt auch konkrete Ereignisse. Der Vertrag von OpenAI mit dem US-Verteidigungsministerium hat zum Beispiel messbare Deinstallationswellen ausgelöst. Das zeigt, dass Nutzer durchaus politisch oder ethisch reagieren.

Clara: Das glaube ich sofort. Ich kenne Leute, die genau deswegen zu Claude gewechselt sind. Die sagen, Anthropic fühlt sich irgendwie... verantwortungsvoller an. Ob das stimmt, sei mal dahingestellt.

Lukas: Das Gefühl zählt aber, oder? Vertrauen ist ein echtes Differenzierungsmerkmal geworden. Und Gemini profitiert natürlich davon, dass Google es tief in seine Produkte integriert. Wer Gmail oder Google Docs nutzt, stolpert quasi automatisch über Gemini.

Clara: Ja, das ist halt ein riesiger Vorteil. Microsoft macht das mit Copilot ja genauso. Die KI kommt zu dir, du musst nicht aktiv wechseln.

Lukas: Genau. Und das verändert auch, wie wir über Marktanteile nachdenken müssen. Es geht nicht mehr nur um die App, die jemand bewusst öffnet, sondern um die KI, die einfach schon drin ist.

Clara: Was mich noch interessiert: Der Gesamtmarkt wächst ja massiv weiter. 2,3 Milliarden App-Downloads, über vier Milliarden Dollar Ausgaben in der ersten Jahreshälfte. Das ist kein Nullsummenspiel, alle wachsen.

Lukas: Richtig. OpenAI verliert Anteile, aber nicht unbedingt Nutzer in absoluten Zahlen. Der Kuchen wird größer, aber andere bekommen mehr davon. Das ist eigentlich eine gesunde Marktentwicklung.

Clara: Solange Wettbewerb entsteht. Wenn am Ende drei große Player alles unter sich aufteilen, ist das auch keine Traumkonstellation.

Lukas: Da hast du recht. [pauses] Kommen wir zu einem Thema, das direkt damit zusammenhängt, aber aus einer ganz anderen Perspektive: AI Visibility Tools. Das klingt erstmal nach Buzzword-Bingo, ist aber eigentlich ein ernstes Thema für Unternehmen.

Clara: Was genau ist das?

Lukas: Also, wenn immer mehr Menschen ihre Suche nicht mehr über Google machen, sondern direkt ChatGPT oder Gemini fragen, dann stellt sich für Unternehmen die Frage: Werde ich da überhaupt noch erwähnt? Klassisches SEO hilft da nur bedingt. Deshalb entstehen jetzt Tools, die messen, wie oft und wie prominent eine Marke in KI-Antworten auftaucht.

Clara: Okay, das ist tatsächlich ein reales Problem. Wenn jemand fragt 'Welches CRM-System soll ich nehmen?' und die KI antwortet, dann will Salesforce da natürlich vorkommen.

Lukas: Genau. Semrush hat das zum Beispiel in seine Plattform integriert, da gibt es jetzt ein AI Visibility Toolkit neben den klassischen SEO-Funktionen. Ahrefs zieht nach, SE Ranking, BrightEdge, ein paar Spezialisten wie Profound oder OtterlyAI auch.

Clara: Aber mal ehrlich: Wie optimiert man dafür? Ich meine, beim klassischen SEO weiß man, man braucht Keywords, Backlinks, guten Content. Aber wie überzeuge ich eine KI, mich zu erwähnen?

Lukas: Das ist die große Frage, und die ehrliche Antwort ist: noch nicht vollständig verstanden. Was man weiß ist, dass strukturierter, faktisch korrekter Content hilft. Dass man in seriösen Quellen vorkommt, die KI-Modelle beim Training nutzen. Und dass Markenpräsenz im Netz insgesamt wichtig bleibt.

Clara: Also eigentlich: guter Content und Reputation. Das klingt nach dem, was SEO-Experten seit zwanzig Jahren predigen. [laughs]

Lukas: [laughs] Im Kern ja. Aber die Messung ist neu, und die Mechanismen sind andere. Und für Mittelständler oder Selbstständige ist das relevant, weil sie sich fragen müssen: Bin ich eigentlich noch auffindbar, wenn meine Zielgruppe KI statt Google nutzt?

Clara: Das ist ein echter blinder Fleck gerade. Viele investieren noch in klassisches SEO und merken gar nicht, dass ein Teil ihrer potenziellen Kunden die Frage schon ganz woanders stellt.

Lukas: Absolut. Und die Tools sind noch jung, die Marktlage ist unübersichtlich. Aber das ist ein Bereich, den man im Auge behalten sollte.

Clara: Wobei ich skeptisch bin, ob ein kleines Unternehmen das wirklich selbst stemmen kann. Das klingt nach einem neuen Beratungsfeld, das gerade entsteht.

Lukas: Wahrscheinlich schon. Agenturen werden das als Service anbieten, und für größere Unternehmen lohnt sich ein eigenes Monitoring. Für den Einzelkämpfer ist es vielleicht erst mal Beobachten und verstehen.

Clara: Macht Sinn. Was kommt als nächstes?

Lukas: Ein Thema, das auf den ersten Blick trocken klingt, aber für Unternehmen extrem praktisch ist: KI in der DSGVO-Compliance. Also KI-Assistenten, die helfen, den ganzen Dokumentationsaufwand rund um Datenschutz zu bewältigen.

Clara: Oh, das kenne ich aus der Praxis. Verarbeitungsverzeichnisse, Datenschutz-Folgenabschätzungen, technisch-organisatorische Maßnahmen... das frisst unglaublich viel Zeit.

Lukas: Genau das ist der Punkt. Es gibt Plattformen wie caralegal, die KI-Assistenten einsetzen, um unstrukturierte Eingaben aus Fachabteilungen automatisch in standardisierte Dokumentation zu überführen. Die versprechen bis zu 75 Prozent weniger Aufwand bei Dokumentation und Abstimmung.

Clara: 75 Prozent ist eine steile Ansage. Was macht die KI da konkret?

Lukas: Sie nimmt zum Beispiel eine formlose Beschreibung aus dem Marketing, wie 'wir speichern Kundendaten für Newsletter', und übersetzt das in die strukturierte Form, die ein Verarbeitungsverzeichnis braucht. Mit den richtigen Kategorien, Rechtsgrundlagen, Fristen. Das, was sonst ein Datenschutzbeauftragter manuell aufbereitet.

Clara: Aber die rechtliche Bewertung macht die KI nicht, oder?

Lukas: Nein, und das ist ausdrücklich so kommuniziert. Die KI ist ein Produktivitätswerkzeug, die inhaltliche Verantwortung bleibt beim Menschen. Das ist eigentlich das richtige Framing.

Clara: Das ist wichtig. Weil ich schon befürchte, dass manche Unternehmen denken, sie haben eine KI, also sind sie compliant. Das wäre gefährlich.

Lukas: Vollkommen richtig. Die KI nimmt dir Fleißarbeit ab, aber sie ersetzt nicht das juristische Urteil. Wenn eine Verarbeitung rechtlich problematisch ist, muss das ein Mensch erkennen.

Clara: Aber für den Mittelstand, der keinen eigenen Datenschutzbeauftragten hat oder sich einen externen teilt, könnte das echt hilfreich sein. Wenn die KI die Roharbeit macht und der externe DSB nur noch prüft und freigibt.

Lukas: Genau so ist das gedacht. Und das ist eigentlich ein schönes Beispiel dafür, wie KI im Unternehmensalltag wirklich Sinn macht: nicht als Ersatz für Expertise, sondern als Effizienzwerkzeug für Prozesse, die viel Zeit kosten und wenig Kreativität erfordern.

Clara: Repetitive Dokumentationsarbeit, die jeder hasst. [laughs] Da bin ich sofort dabei.

Lukas: [laughs] Genau. Und der Datenschutzbeauftragte kann sich dann um die wirklich kniffligen Fragen kümmern, statt stundenlang Formulare auszufüllen.

Clara: Was mich noch interessiert: Wie sicher sind diese Plattformen selbst? Ich gebe da ja sensible Unternehmensdaten ein.

Lukas: Das ist eine berechtigte Frage, die man unbedingt stellen muss. Seriöse Anbieter in diesem Bereich müssen selbst DSGVO-konform sein, Daten in Europa verarbeiten, klare Auftragsverarbeitungsverträge anbieten. Aber prüfen muss man das im Einzelfall. Nicht jede KI-Lösung, die 'Datenschutz' im Namen hat, ist automatisch datenschutzfreundlich.

Clara: Das ist ein echter Ironie-Moment. Eine KI für Datenschutz, die selbst Datenschutzprobleme hat. Das wäre dann ein teures Problem.

Lukas: [pauses] Kommen wir noch kurz zu einem Thema, das weniger direkt mit KI-Tools zu tun hat, aber die Frage aufwirft, wie sich der Markt für KI-Assistenten weiterentwickelt. Wir hatten ja die Zahlen: der Gesamtmarkt wächst, aber es gibt erste Zeichen von Marktreife. Was bedeutet das für Nutzer und Unternehmen?

Clara: Ich glaube, wir kommen in eine Phase, wo die Frage nicht mehr ist 'nutze ich KI', sondern 'welche KI nutze ich wofür'. Das ist eigentlich eine reifere Diskussion.

Lukas: Genau. Und das sehen wir ja schon in der Praxis. Wissensarbeiter, die ich kenne, nutzen nicht mehr nur ein Tool. Die haben ChatGPT für das eine, Claude für das andere, Perplexity für Recherche. Das wird fragmentierter.

Clara: Was ich interessant finde: Die Monetarisierung wird intensiver. Mehr Ausgaben, mehr Abo-Modelle. Für Selbstständige und kleine Unternehmen bedeutet das, man muss wirklich überlegen, welches Abo sich lohnt.

Lukas: Das stimmt. Wenn man drei oder vier KI-Abos hat, summiert sich das schnell auf 50, 80 Euro im Monat. Da muss man ehrlich rechnen, was wirklich produktivitätssteigernd ist und was man nur hat, weil es interessant klingt.

Clara: KI-Abo-Fatigue. Das wird ein Thema werden. [laughs]

Lukas: [laughs] Absolut. Und für Unternehmen stellt sich die Frage der Standardisierung. Welches Tool lizenzieren wir für alle, welche darf jeder selbst wählen, wie regeln wir Datenschutz dabei? Das sind echte Managementfragen.

Clara: Und die wenigsten Unternehmen haben das bisher wirklich durchdacht. Die meisten sind noch im Modus 'wir schauen mal, was die Leute nutzen'.

Lukas: Was manchmal auch okay ist, in einer frühen Phase. Aber je mehr KI in echte Geschäftsprozesse eingebunden wird, desto wichtiger wird eine klare Strategie.

Clara: Ich sehe das bei Kunden. Die, die einfach mal angefangen haben zu experimentieren, kommen jetzt an einen Punkt, wo sie merken: Wir brauchen Regeln. Was darf die KI sehen, was nicht? Wer ist verantwortlich, wenn etwas falsch läuft?

Lukas: Genau diese Fragen werden 2026 und 2027 dominieren. Nicht mehr 'ist KI gut oder schlecht', sondern ganz konkrete Governance-Fragen. Und da schließt sich der Kreis zum Datenschutz-Thema von vorhin.

Clara: Alles hängt zusammen. Marktverschiebung, neue Sichtbarkeitstools, Compliance-Automatisierung. Das sind eigentlich alles Facetten derselben Entwicklung: KI wird erwachsen.

Lukas: Schön gesagt. [pauses] Gut, dann kommen wir zum Schluss. Was nehme ich heute mit? Erstens: Der KI-Markt reift, ChatGPT verliert die absolute Dominanz, Wettbewerb entsteht, und das ist gut für Nutzer. Zweitens: Wer als Unternehmen online sichtbar bleiben will, muss anfangen, KI-Sichtbarkeit zu denken, nicht nur klassisches SEO. Und drittens: KI kann echten Mehrwert in Compliance-Prozessen schaffen, wenn man sie als Produktivitätswerkzeug versteht und die Verantwortung beim Menschen belässt. Danke Clara für den wie immer erfrischend kritischen Blick heute.

Clara: Gerne. Mein Tipp für alle, die zuhören: Schaut mal, welche KI-Tools ihr wirklich nutzt, und welche ihr nur habt. Und dann fragt euch, ob ihr wisst, was die mit euren Daten machen. Das ist der erste Schritt.

Vorlage für die Sprachsynthese. Kleinere Abweichungen zur Audio-Datei möglich.

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